B 15 Signal gegen den Ausbau

Klare Aussage: Der Strukturausschuss wiederholt seine Forderung nach einer B 15 neu außerhalb des Landkreises. Im Gegenzug gibt es ein Versprechen.

Von Gianna Niewel, Erding

Es ist den Kreisräten in erster Linie um die Signalwirkung gegangen: Am Montag hat der Strukturausschuss noch einmal den Bau einer neuen Bundesstraße B 15 außerhalb des Landkreises gefordert. Gegenstimmen kamen nur von Florian Geiger (Grüne) und Rainer Forster (ÖDP).

Bereits im Dezember 2014 hatte der Kreistag einstimmig beschlossen, dass die überraschend präsentierten Planungen für eine vierspurige Trasse durch den Landkreis gestoppt werden müssten und auch die bestehende B 15 nicht ausgebaut werden dürfe. Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) stellt nun noch einmal klar, dass man im Landkreis mehrheitlich erwarte, dass die Staatsregierung "keine weiteren Trassen für die B15 neu durch den Landkreis Erding in Betracht zieht und an der raumgeordneten Trasse festhält". Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) will neben der eigentlich schon seit Jahrzehnten festgelegten Trasse einer B 15 neu durch die Landkreise Landshut und Mühldorf auch die Bestandstrasse B 15 alt mit Ortsumfahrungen für den Verkehrswegeplan des Bundes anmelden. Letzteres lehnte der Strukturausschuss des Erdinger Kreistags mit einem Bekräftigungsbeschluss am Montag entschieden ab. Bayerstorfer sagte, dass alle die Gemeinden, die vom Verkehr der bestehenden B 15 betroffen seien, "auf ihre Forderungen nach Ortsumgehungen verzichten werden, wenn die B 15 neu auf der raumgeordneten Trasse gebaut wird".

Florian Geiger sprach sich hingegen dafür aus, den Schwerverkehr auf die Schiene zu verlegen: "Ich halte die Verkehrsprognosen für überhöht." Gegenwind erhielt er unter anderem von Hans Peis (CSU), demzufolge das "nicht realistisch" sei. Gertrud Eichinger (SPD) beschwichtigte: "Es wird keine hundertprozentige Lösung geben, dennoch ist die Beschlussvorlage die wohl günstigste." Das sahen auch Mitglieder der Bürgerinitiative "Keine B15 neu" so. Sie hatten auf der Zuschauertribüne auf das Ergebnis der Abstimmung gewartet und es mit Applaus goutiert.