Aus für Sportleistungszentrum Handballprojekt versenkt

Aufstellungsbeschluss für Bebauungsplan aufgehoben

Von Antonia Steiger, Erding

Die Stadtpolitik hat die Träume von einem Handballleistungszentrum in Erding endgültig beerdigt - fast. Zwar sind die Stadträte im Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss am Dienstag geschlossen OB Max Gotz (CSU) auf seine Bitte hin gefolgt und haben den Aufstellungsbeschluss für den betreffenden Bebauungsplan einstimmig aufgehoben, ein kleines Fünkchen Hoffnung wollen sie in ihren Herzen aber noch am Glimmen halten: Hans Egger (Erding Jetzt) meinte, dass es ja keinem weh täte, wenn man den Aufstellungsbeschluss aufrecht erhielte, der die Voraussetzungen für den Bau einer Mehrfachhalle, eines Hotels und eines Internats an der Wasserwerkskreuzung schaffen sollte. Auch Gotz sagte, die Türe sei nicht endgültig zugeschlagen.

Tatsache ist, dass ein Investor mit diesen Ideen an die Stadt gewandt hatte. Auch die SpVgg Altenerding und der Bayerische Handballverband waren im Boot, und so rief Gotz im März 2017 zu einer Pressekonferenz, um die freudige Nachricht verbreiten zu lassen, dass Erding Standort eines Handball-Stützpunktes werden soll. Mittlerweile aber hat sich das Blatt deutlich gewendet: Fragen nach dem Grunderwerb und nach einer seriösen Finanzierung habe der Investor nie beantwortet. Zuletzt hatte er sich gar nicht mehr gemeldet, und das, obwohl mittlerweile bekannt geworden war, dass gegen ihn auch wegen Betrugs ermittelt worden war. "Nicht einmal ein Telefonat" sei erfolgt, sagte Gotz in der Sitzung. Er erwarte sich mehr Input und Gegenleistung, die Stadt habe die Pläne ja auch sehr wohlwollend begleitet. "Für lange Zeit" sei für ihn die Sache erledigt. Auch Egger sagte, der Investor habe sich nicht geschäftsmännisch verhalten. "So geht es nicht." Ein Maximum an Vorleistungen hätten alle Beteiligten erbracht, sagte Gotz. Es täte ihm auch leid für die Handballer der SpVgg Altenerding. "Aber wir müssen ein Zeichen setzen."