Entscheid zu München 2022 Bürger lehnen Münchner Olympia-Bewerbung ab

Das Münchner Olympia-Projekt ist bei den Bürgern durchgefallen. In allen vier Abstimmungsgebieten liegen die Olympia-Gegner vorne. Die Ergebnisse der Bürgerentscheide fallen überraschend deutlich aus. Das erste Endergebnis kommt aus Garmisch-Partenkirchen.

Das Münchner Olympia-Projekt ist bei den Bürgern durchgefallen. Beim Bürgerentscheid in Garmisch-Partenkirchen stimmte am Sonntag eine knappe Mehrheit gegen eine Bewerbung um die Winterspiele 2022, ergab das vorläufige amtliche Endergebnis.

In München sowie den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land zeichnete sich eine teilweise deutliche Ablehnung ab. Nach der freiwilligen Vorgabe von Politik und Sport ist das Vorhaben damit geplatzt.

"Ich glaube, in ganz Deutschland sind Olympia-Bewerbungen mit dem heutigen Tag vom Tisch", sagte der Grünen-Landtagsfraktionsvorsitzende Ludwig Hartmann. "Das Votum ist kein Zeichen gegen den Sport, aber gegen die Profitgier des IOC."

Insgesamt rund 1,3 Millionen Menschen waren am Sonntag zu den vier getrennten Abstimmungen über eine Bewerbung Münchens um die Winterspiele 2022 aufgerufen. Befürworter und Gegner hatten bis zuletzt um jede Stimme gekämpft.

Späte Unterstützung hatten die im Bündnis "NOlympia" zusammengeschlossenen Gegner am Samstag vom Deutschen Alpenverein (DAV) erhalten, der sich anders als bei der gescheiterten Bewerbung um Olympia 2018 gegen das Vorhaben stellte.

51,56 Prozent der Bürger stimmten am Fuße der Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen gegen das Projekt Olympia, lediglich 48,44 Prozent waren dafür. Bürgermeister Thomas Schmid zeigte sich enttäuscht vom Wahlausgang: "Wir haben ein ganz anderes Ergebnis erwartet. Ich persönlich glaube, dass es unsere letzte Chance war, Winterspiele zu bekommen."

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