Bauvorhaben Englischer Garten: Söder macht Tunnelfans Mut

Der Mittlere Ring zieht eine lärmende Schneise durch den Englischen Garten.

(Foto: Rene Ruprecht/dpa)

Bis zum Sommer will der Finanzminister Klarheit, wie das Projekt am Mittleren Ring gestemmt werden könnte.

Von Marco Völklein und Wolfgang Wittl

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) macht den Fans des geplanten Autotunnels im Englischen Garten Hoffnung: Derzeit liefen Gespräche zwischen Freistaat und der Stadt "mit dem Ziel, dass der Tunnel entsteht", sagte Söder der Süddeutschen Zeitung. Dabei geht es vor allem um die Finanzierung des Projekts.

Für die künftige Gestaltung der Oberfläche über dem Tunnel habe sein Haus bereits den Auftrag an Architekten erteilt, so Söder weiter. Nun müssten noch die genauen Kosten für den Tunnelbau geklärt und die Frage beantwortet werden, welche Zuschüsse man zum Beispiel vom Bund bekommen könnte.

Söder will bis zum Sommer ein Ergebnis

Zudem würden beide Seiten in den Gesprächen abstimmen, welchen Beitrag die Stadt und welchen der Freistaat leisten könne. "Das Ziel ist, noch vor der Sommerpause ein Ergebnis zu erzielen", sagte Söder. Alle Beteiligten seien guten Willens, "ich bin optimistisch".

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Zuletzt hatte es gar nicht gut ausgesehen für das Projekt unter dem Englischen Garten, nachdem sich Freistaat und Stadt in der Frage der Finanzierung entzweit hatten. Das städtische Baureferat schätzt die Kosten für die knapp 400 Meter lange Röhre auf 125 Millionen Euro, die Tunnelinitiatoren rechnen mit lediglich 70 bis 80 Millionen Euro.

Außerdem behaupten die Initiatoren des Tunnelprojekts, die beiden Schwabinger Architekten Petra Lejeune und Hermann Grub, es stünden im Hintergrund mehrere Unternehmen als potenzielle Geldgeber bereit - diese würden ihre Spendenzusagen aber nur dann öffentlich wiederholen, wenn Stadt und Freistaat den Weg grundsätzlich freimachen für die geplante Röhre.