Neue Konzepte für eine neue Zielgruppe
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Eine Fachtagung in München beschäftigt sich an diesem Donnerstag mit dem Thema "Ältere Drogenabhängige - Versorgungskonzepte an der Schnittstelle zwischen Sucht- und Altenhilfe". Mit dem Ausbau der Drogenhilfe haben sich die Überlebenschancen für Drogenabhängige deutlich verbessert, die Zahl der über 45-Jährigen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. "Das ist eine ganz neue Zielgruppe, für die wir neue Konzepte brauchen", sagt Klaus Fuhrmann vom Suchthilfeverein "Condrobs".
Auch in München hat sich die Szene verändert: Im Kontaktladen des Vereins an der Rosenheimer Straße etwa waren noch vor 20 Jahren 70 Prozent der Klienten zwischen 25 und 35 Jahre alt. Heute sind 60 Prozent älter als 40 Jahre. Fuhrmann ist überzeugt, dass künftig nicht nur betreutes und therapeutisches Wohnen für Drogenabhängige, sondern auch Arbeitsprojekte, ambulante Pflegeangebote und Hospize benötigt werden. "Viele Drogenabhängige haben gar keinen oder einen hochproblematischen Kontakt zu ihren Familien", so Fuhrmann, "wo sonst Angehörige helfen, bleiben Drogenabhängige allein."
Außerdem brauchen Menschen, die lange Drogen konsumiert haben, meist schon rund 20 Jahre früher Hilfe als Senioren ohne Suchtvergangenheit. Auch deshalb können sich ehemalige Abhängige kaum in ein herkömmliches Altersheim integrieren: "Die Insassen dort sind deutlich älter, und sie haben ein völlig anderes Leben hinter sich", sagt Klaus Fuhrmann. "Condrobs" hofft dennoch auf Kooperationspartner aus der klassischen Altenhilfe. "Es ist immer besser, sich zu integrieren als zu isolieren." In speziellen Wohngruppen ist außerdem geplant, dass sich "die Gesünderen um die weniger Gesunden kümmern".
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(SZ vom 22.10.2009/jobr)
Partyzone Flußufer
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Für so einen Lebensweg habe ich höchste Achtung, wenn jemand nach einer so langen Suchtkarriere den Mut aufbringt, in Kontakt mit sich zu treten und sich seiner selbst zu stellen. Sucht und Abhängigkeit sind ein Riesenthema in unserer Gesellschaft, man kann sich mit vielen Dingen betäuben, die auf den ersten Blick positiv und wünschenswert erscheinen, wie z.B. die Arbeitssucht.
respekt für jeden der ess schafft. und alles gute.
nb: "...Der Staatsanwalt hat gesagt: Wenn Sie jetzt keine Therapie machen, geht's erst mal länger ab ins Gefängnis..."
sollte hier die androhung einer härteren strafe den final nötigen schubs gegeben haben? kann nicht sein! strafen bringen doch NIE was und sind IMMER kontraproduktiv, steht hier doch immer zu lesen.
Schön und lobenswert, dass die SZ für einen solchen Artikel derart viel Platz hergibt. Das tun nicht viele Zeitungen. Und "schön" ist der Artikel ja auch, weil hier doch auch mal zur Abwechslung eine -wenigstens zwischenzeitliche- Erfolgsgeschichte dargestellt wird. Dem 55 Jährigen im "neuen" Leben alles Gute!