Ehemaliger FC-Bayern-Profi Breno bleibt in Haft

Breno vor dem Münchner Landgericht.

(Foto: dpa)

Schwerer Rückschlag für Breno: Der zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilte Fußballprofi hat keine Chance mehr, bald auf den Fußballplatz zurückzukehren. Der Bundesgerichtshof hat die Revision verworfen.

Der 1. FC Nürnberg hatte die Idee, dass er mittrainieren könne, wenn er einen offenen Vollzug bekommt. Der FC São Paulo hat ihn im Dezember gar einen Vertrag angeboten. Doch täglich Fußball spielen kann Breno erst mal nicht: Der ehemalige Innenverteidiger des FC Bayern München bleibt in Haft.

Breno war im Juli wegen Brandstiftung zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden, nun hat der Bundesgerichtshof das Urteil bestätigt und eine Revision verworfen. Dies bestätigte Brenos Anwalt Steffen Ufer stern.de.

Der brasilianische Abwehrspieler hatte im Jahr 2011 das von ihm im Münchner Nobelvorort Grünwald angemietete Haus angezündet. Das Landgericht München verurteilte ihn daraufhin im vergangenen Jahr zu einer Gefängnisstrafe wegen schwerer Brandstiftung.

Laut Meinung des Gerichts hätten zwar Alkohol und Medikamente, die Breno vor der Tat genommen hatte, wesentlich zu der Tat beigetragen. Eine Schuldunfähigkeit wurde aber nicht festgestellt.

In der Revision brachte Brenos Verteidung ein, dass das Landgericht sich zu wenig mit der Frage der Unzurechnungsfähigkeit beschäftigt habe. Breno habe in der Nacht nicht nur sehr viel Alkohol getrunken, sondern auch Tabletten genommen, die Bewusstseinsstörungen hervorgerufen könnten, sagte Anwalt Ufer, bei der Revision müssten aber formelle Rechtsfehler nachgewiesen werden, dies habe der BGH aber nicht gesehen.