Wirtschaft Unternehmer fordern Konzept

Verkehr im Großraum München soll besser geplant werden

Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) wird der Vorstoß von elf Gemeinden im Münchner Osten für die Ausarbeitung eines Verkehrskonzeptes begrüßt. Diesen Plan hatten die Kommunen in den Landkreisen München, Ebersberg und Erding Anfang des Jahres verkündet, was auf Zustimmung der IHK stößt. Gleichzeitig gibt es die Forderung nach darüber hinausgehenden Planungen.

"Jede Initiative ist willkommen, um die bereits jetzt eingeschränkte Mobilität in unserer Region zu verbessern", heißt es in einer Pressemitteilung von Sonja Ziegltrum-Teubner, Otto Heinz und Christoph Leicher, die Vorsitzenden der IHK-Regionalausschüsse Ebersberg, Erding-Freising und München (Landkreis). "Künftige Überlegungen für den östlichen Ballungsraum müssen aber zwingend in ein Konzept für den gesamten Großraum München eingebettet werden. Anstelle mehrerer kleinräumiger Ansätze braucht es eine ganzheitliche Betrachtung der Wachstumsregion." Konkret fordern die IHK-Vertreter eine Mobilitätsstrategie in der ganzen Planungsregion München und mehr Koordinierung über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg. Dass hier noch einiges zu tun ist, ergebe sich auch aus den Ergebnissen der IHK-Standortumfrage aus dem Vorjahr. Demnach waren die Noten in nahezu allen Landkreisen rund um München bei den Standortfaktoren ÖPNV, regionales Straßennetz und Personenschienenverkehr nur mittelmäßig ausgefallen. Einen Lösungsansatz sieht man in der Kombination aller verfügbaren Verkehrsmittel unter Berücksichtigung des Wirtschaftsverkehrs, so IHK-Vizepräsident Heinz: "Ob U-Bahn, S-Bahn, Bus, Auto oder Fahrrad: Jedes Fahrzeug hat individuellen Stärken, die es einzusetzen gilt."