Thomas Pfeiffer Wichtige Würdigung

Der Glonner Chorleiter wurde für seine Nachwuchsarbeit ausgezeichnet. Ein Interview über seine heutige Arbeit.

Interview: Rita Baedeker

Vor zwei Jahren haben Thomas Pfeiffer und Martin Danes für ihre beispielhafte Chorarbeit an der Kommunalen Musikschule im Landkreis einen der Tassilo-Förderpreise der SZ erhalten. Mittlerweile hat Pfeiffer (Foto: Hinz-Rosin) die Leitung der insgesamt 17 Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre an Danes sowie drei weiter Pädagogen übergeben und geht neue Wege - seiner pädagogischen Passion ist er aber treu geblieben.

Wie haben Sie 2010 auf den Tassilopreis reagiert? Waren Sie überrascht?

Über die Anerkennung und Würdigung meiner damals mehr als zwanzigjährigen Arbeit habe ich mich riesig gefreut. Damit wurde einmal öffentlich ganz deutlich gemacht, wie wichtig das Singen ist.

Was bedeutet Ihnen der Preis? Hat er die allgemeine Wertschätzung Ihrer Arbeit erhöht?

Es ist in jedem Fall wichtig, die Förderung des Nachwuchses zu unterstützen. Die Arbeit an der Musikschule ist zwar die Basis, aber unsere Arbeit und unser Erfolg sollen auch auf andere Chöre ausstrahlen. Dazu trägt der Tassilopreis bei. Gerade seine Regionalität hat eine bedeutende Funktion, denn bei dieser Gelegenheit werden auch einmal Nischenarbeiter wie wir vorgestellt. Chorleiter haben ja nicht die Publicity eines Fußballspielers. Der Preis ist eine Ermutigung, dran zu bleiben und unseren Ideen Gestalt zu geben.

Was haben Sie mit dem Preisgeld gemacht?

Wir haben es für eine Chorfete ausgegeben.

Im vergangenen Jahr haben Sie die Chorleitung abgegeben. Welchen Weg haben Sie seither eingeschlagen?

Es war eine gute Entscheidung, die Chöre an jüngere Nachfolger zu übergeben. Ich werde aber immer noch um Rat gefragt und eingeladen. Jetzt gebe ich mehr Klavierunterricht und spiele Orgel.

Haben Sie manchmal Heimweh nach Ihren Chören?

Im Jahr 1992 habe ich mit den Glonner Chorbuben begonnen, 2000 wurden aus dem Ensemble die Chorkinder, es entstanden der Mutantenchor, der Kammerchor und andere. Ich denke oft an die vielen schönen Momente zurück, aber jetzt ist eine andere Zeit gekommen. Und es ist ja nicht völlig ausgeschlossen, dass ich eines Tages in die Chorarbeit zurückkehre.

Interview: Rita Baedeker