SPD-Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer: Kein B15-Ausbau in den nächsten Jahrzehnten

Die Erkenntnis stammt von einer Abgeordneten-Konferenz im Rosenheimer Straßenbauamt

Von Karin Kampwerth

In den kommenden 30 bis 40 Jahren wird die B15 weder aus- noch neu gebaut. Mit dieser Erkenntnis sind der Ebersberger Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer und die Landtagsabgeordnete Doris Rauscher (beide SPD) am Freitagmittag von einer Mandatsträger-Konferenz für die Landkreise Ebersberg, Mühldorf und Rosenheim im Rosenheimer Straßenbauamt zurückgekommen. Wie Schurer mitteilte, habe Behördenleiter Claus-Peter Olk den Abgeordneten versichert, dass die Verwirklichung in nächster Zeit "undenkbar" sei. Auch wenn für die B15 die Autobahndirektion Süd und nicht das Straßenbauamt zuständig ist, sieht Schurer die Aussagen der Bundesregierung bestätigt, wonach man sich zumindest in den nächsten Jahren um die Sicherung des bestehenden Straßennetzes kümmern und nur bereits begonnene Projekte beenden werde. Den Emmeringern reicht aber auch diese Aussage längst nicht aus. Grünen-Kreisrat Max Maier etwa postete auf der Facebook-Seite der Ebersberger SZ dazu: "Wir wollen keinen Neubau dieser Strecke, egal wann." Entspannter dürften auch die Gegner einer Südumfahrung in Kirchseeon in die Zukunft blicken. Zu diesem Projekt habe das Straßenbauamt laut Schurer ebenfalls eine deutliche Aussage getroffen. "Gegen den Willen der Gemeinde Kirchseeon werden wir nichts bauen", zitierte Schurer Claus-Peter Olk.