Letzte Hoffnung Schlachtung verhindern

Versteigerung beschlagnahmter Pferde unter Sonderbedingungen

Von Nadia Pantel

- Die sechs Pferde, die vom Veterinäramt aus Tierschutzgründen beschlagnahmt wurden, werden am Freitag unter besonderen Bedingungen versteigert. Das Landratsamt hat festgelegt, dass das Mindestgebot für einen Kauf über dem Schlachtpreis liegen muss. Der Schlachtpreis berechnet sich je nach Pferd aus dem Gewicht des Tieres. Indem dieser Preis schon durch die Vorgaben des Versteigerers überboten wird, soll der Kauf der Tiere für Pferdeschlachter unattraktiv werden. So soll verhindert werden, dass die Tiere den Schutz vor schlechten Haltungsbedingungen nicht mit einem Ende auf der Schlachtbank bezahlen müssen.

Zudem müssen die Käufer einen Vertrag unterschreiben, der sicherstellen soll, dass sich die Lebensbedingungen der Tiere tatsächlich verbessern. Der Vertrag legt fest, dass die Tiere im ersten halben Jahr nur nach Zustimmung durch das Veterinäramt weiterverkauft werden dürfen. Dadurch soll verhindert werden, dass Pferdehändler die Tiere an Schlachthöfe weiterverkaufen. Die Käufer müssen sich zudem einverstanden erklären, dass die Haltungsbedingungen des Pferdes nach einem halben Jahr durch das Veterinäramt kontrolliert werden. Mitbieten kann bei der Versteigerung nur, wer sich vorher registrieren lässt. Die Personen im Landkreis, die mit einem Tierhalteverbot belegt sind, sind dadurch von der Versteigerung ausgeschlossen. Bei der Registrierung müssen die potenziellen Pferdekäufer zudem angeben, wo und wie sie das Tier zu halten gedenken. Die Versteigerung findet am Freitag, 16. November, um 11 Uhr auf dem Schrankenschneiderhof statt. In Schrankenschneid waren die Pferde in den vergangenen fünf Wochen zur Pflege untergekommen. Die zur Versteigerung stehenden Tiere können von 10 Uhr an vor Ort besichtigt werden. Eine Versteigerungsliste, in der die Tiere genauer beschrieben sind, kann über das Veterinäramt des Landratsamts Ebersberg unter der Telefonnummer 08092/ 823 454 bezogen werden.