Bei der neuen Sparkasse München-Starnberg-Ebersberg werden viele Leistungen teurer.
Eine "Verbesserung und Ausweitung des Leistungsangebotes" wurde den Kunden der Ebersberger Kreissparkasse vor einem Jahr versprochen, als sich ihre Bank mit der Sparkasse München-Starnberg zusammenschloss. Nun zeigt sich, dass dies seinen Preis hat. Seit Jahresbeginn sind viele Leistungen deutlich teurer geworden, besonders für Depot- und Aktiengeschäfte müssen Kunden nun bei der Sparkasse hohe Aufschläge zahlen.
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Die Nachricht ist kryptisch und äußerst knapp. Zusammen mit ihren Kontoauszügen erhielten die Sparkassenkunden im Landkreis eine Mitteilung. Darin verkündet die Bank, dass "aufgrund der technischen Fusion" die Notwendigkeit bestehe "das bestehende Preis- und Leistungsverzeichnis zu vereinheitlichen". Die Änderungen gälten als akzeptiert, wenn dagegen nicht "vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens" Einspruch eingelegt werde. Genauere Informationen könne der Kunde in den Geschäftsstellen erfragen.
Wer dies tut, erhält zunächst eine gute Nachricht: Für Besitzer eines Girokontos bleiben die monatlichen Gebühren zwischen drei und 9,50 Euro unverändert. Daran werde sich zumindest in diesem Jahr auch nichts ändern, so Pressesprecherin Kerstin Grosch: "derzeit gibt es keine Pläne das umzustellen." Wer aber bei der Sparkasse ein neues Girokonto eröffnen will, zahlt deutlich mehr als die Altkunden: zwischen 5,90 Euro und 12,50 Euro werden im Monat fällig.
Dass Neukunden für Girokonten mehr bezahlen müssen, sei im Übrigen so nicht ganz richtig, erklärt die Pressesprecherin. Vielmehr biete man lediglich die bisherigen Kontomodelle nicht mehr an. Die neuen Konten seien zwar etwas teurer, dafür seien aber einige Leistungen wie Überweisungen, künftig im Grundpreis inbegriffen. Sehr viel teurer wird es auch für Kunden, die ein Depot bei der Sparkasse haben oder ihre Aktiengeschäfte dort tätigen. So erhöht sich beispielsweise die Provision beim Kauf inländischer Aktien von bisher 0,6 Prozent auf jetzt ein Prozent, was einem Aufschlag von fast 67 Prozent entspricht.
Dass sich die Preise für diese Geschäfte so stark erhöht haben, erklärt man bei der Sparkasse mit einem gestiegenen Arbeitsaufwand. Sprecherin Grosch verweist dabei auf neue gesetzliche Vorgaben für die Banken beim Depot- und Aktienhandel. Grosch erklärt auch, dass die Preise für diese Leistungen bei der Kreissparkasse Ebersberg sehr lange unverändert geblieben seien. Nun habe man einfach eine Anpassung an das Marktniveau vorgenommen. "Im Vergleich mit Mitbewerbern bewegen wir uns aber immer noch im Mittelfeld."
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(SZ vom 23.02.2012)
Bilder des Tages
Keiner der millionenschweren Verluste, die die KSK Ebersberg ab den 1990er Jahren durch eine Kungelei zwischen den Landräten Vollhardt und Fauth, den jeweiligen Vorständen und dem Verwaltungsrat, in dem "Spitzen"-Lokalpolitiker mit "grandioser" Bankerfahrung saßen, wurde jemals strafrechtlich sanktioniert. Die Folgen der Fälle Heun und Hollerith/MWG Biotech trugen und tragen die kleinen Sparer der KSK EBE in Form mickrigster Guthabenzinsen und gigantischer Überziehungszinsen - denn irgend jemand muß ja für die entstandenen Verluste und die Vorzugskonditionen, die sich die Verwaltungsratmitglieder gegenseitig gewährt haben, büssen. Aber so interpretiert wohl die CSU das "S" im Parteinamen.
Aber auch noch in der jüngsten Vergangenheit gab es Fälle, bei denen Firmen, die keinerlei Sicherheit aufweisen konnten, dicke Kredite zugesprochen wurden, wenn sie im Gegenzug an die Gemeinde eines Verwaltungsratsmitglieds eine dicke Geldspende machten.
Wenn man die Maßstäbe, die bei Wulff angesetzt wurden, auch auf die Herren Fauth und Vollhardt ansetzt, dann dürfte keiner der beiden im Verwaltungsrat der fusionierten KSK sitzen, was sie jedoch beide ungeniert und frech angesichts der von ihnen verantworteten Verluste tun. Hr. Fauth und Hr. Vollhardt, übernehmen Sie endlich die Verantwortung für Ihr verantwortungsloses Handeln!