20 000 Euro Schaden Kalter Blitz trifft Haus in Aßling

Ein Blitz zuckt am Himmel (Symbolfoto).

(Foto: dpa)

Die Erschütterung ist heftig, nur durch Glück bricht kein Brand aus. Der Schaden ist fünfstellig.

Von Alexandra Leuthner, Aßling

Eine heftige Erschütterung sei zu spüren, wenn der Blitz in ein Haus einschlägt, erklärte Kreisbrandrat Andreas Heiß am Tag nach dem Gewitter, das am Mittwochnachmittag über den Landkreis gezogen war. So müssen es auch die Bewohner eines Hauses in Obstädt empfunden haben, als um kurz nach 17 Uhr ein so genannter kalter Blitz ihr Haus in der Gemeinde Aßling traf. "Zum Glück ist kein Brand ausgebrochen", sagte Heiß.

Allerdings hat der Blitz allein durch seinen Einschlag massive Schäden am Dach und dem Mauerwerk verursacht, wie die Polizei Ebersberg mitteilte. Anschließend lief der Blitz durch eine Metallschiene ins Gebäudeinnere und beschädigte dort die Wasser- und Stromleitungen. "Es war aber nicht klar, ob der Dachstuhl Feuer fängt", berichtete der Kreisbrandrat.

Die drei Personen, die während des Gewitters im Haus waren, wurden, soweit bisher bekannt, nicht verletzt. Zwei Personen wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, um Folgeschäden ausschließen zu können. Den Sachschaden schätzt die Polizei mittlerweile auf etwa 20 000 Euro. Im Einsatz waren die freiwilligen Feuerwehren Grafing, Aßling, Pörsdorf, Straußdorf, die zivile Höhenrettung des Landkreises Ebersberg, das BRK und die Polizei Ebersberg.

Auch in Grafing hinterließ das Gewitter Spuren. Die Bahnunterführung in Grafing-Bahnhof lief so voll, dass sich die S-Bahn-Fahrgäste, die sie benutzten, nasse Füße und Hosenbeine holten. Die Feuerwehr musste das Wasser aus der Unterführung pumpen. In den Keller eines Hauses in Anzing drang ebenfalls Wasser ein, das ausgepumpt werden musste. Wasser stand nach dem heftigen Platzregen auch in den Unterführungen in Pöring und Zorneding. Im Bereich Grafing und Ebersberg fiel kurzzeitig der Strom aus. Zudem meldeten Leser, dass auch die S-Bahn-Unterführung der Ebersberger Ortsumfahrung kurzzeitig voller Wasser stand.

Die Wetterdienste hatten vor extremem Starkregen und starken Gewittern mit Sturm gewarnt, welche die Hitzeperiode der vergangenen Tage beenden sollten. Während aber die Gewitter in anderen Landkreisen im Münchner Umland am Mittwochnachmittag heftig ausfielen, so gingen in Bad Tölz und Germering heftige Hagelschauer nieder, kam der Landkreis Ebersberg recht glimpflich davon. Dadurch, dass der Regen hier recht gleichmäßig eingesetzt und sich langsam gesteigert habe, habe die trockene Erdkruste ausreichend Zeit gehabt, aufzuweichen und das Wasser aufzunehmen, erklärte Heiß.