Ebersberg Kühler Genuss

Auch klassische Eisbecher sind immer gefragt: Jasmin Haule in der Ebersberger Eisdiele "Gelato e fantasia".

(Foto: Christian Endt)

Regionale Eisdielen überzeugen mit ihrem breiten Angebot an ausgefallenen Sorten

Von Johanna Feckl, Ebersberg

Für gewöhnlich kommt Käsekuchen aus einem heißen Backofen und gilt mit seiner wabbeligen Konsistenz als einer der beliebtesten Kuchen. Und einen Spezi kennt man als Mischgetränk aus Cola und Orangenlimonade. Im Eiscafé Paradiso in Aßling wird man jedoch überrascht. Denn dort findet der geneigte Eisfeinschmecker Käsekuchen und Spezi als Eissorten hinter der ausladenden Glastheke. Das Spezi-Eis sei vor allem bei den Kleinen ein großer Hit, wie Paula Michelet erklärt. "Spezielle Eissorten haben wir schon immer!" Wie beispielsweise auch die Sorte Black Mamba: Black Mamba natürlich nicht, weil die Sorte gleichsam wie ihr Namenspatron, die Schlangenart Black Mamba, giftig und gefährlich ist, sondern weil die Eissorte mit der Schlange die Farbe Schwarz teilt.

Aber auch die klassisch orientierten Schlemmerinnen und Schlemmer werden im Eiscafé Paradiso mit Sorten wie Schokolade, Vanille oder Stracciatella glücklich. "Bei heißem Wetter verkauft sich die Sorte Zitrone sehr gut, da sie so erfrischend ist, und ganz allgemein viel Wassereis", erzählt Paula Michelet. Eine Auswahl von 24 bis 26 Eissorten bietet sie täglich in ihrem Eiscafé an. Jeden Tag möchte sie ihrer Kundschaft eine wechselnde Auswahl mit neuen Sorten anbieten können, betont sie. Vor einigen Tagen habe sie eine neue Eissorte, Blutorange, in ihrem Sortiment ausprobiert, "die kam vor allem bei den Kindern sehr gut an". Die Kleinen aus dem Ort und der Umgebung machen bei ihr ohnehin einen großen Teil der Kundschaft aus und seien gern gesehene Gäste.

Neben dem Eiscafé Paradiso geben auch andere lokale Eisdielen stets ihr Bestes, um experimentierfreudige Eissuchende von ihren neuen und unkonventionellen Eissorten zu begeistern. Da wäre beispielsweise das Eiscafé Venezia in Vaterstetten. Jedes Jahr kreiert die Eisdiele einige neue Sorten, um der Kundschaft Abwechslung und etwas Neues anbieten zu können. Die Neuen sowie die Klassiker unter den angebotenen Sorten werden täglich frisch hergestellt. Die Gäste im Venezia würden jedoch keine bestimmte Eissorte gleichbleibend bevorzugen. "Die Lieblingssorten ändern sich jedes Jahr", erzählt Dino Sessolo über die Vorlieben seiner Besucher. "Dieses Jahr gehen die Sorten Cookies und Waldmeister sehr gut." Von der Hitzewelle, die bis vor kurzem geherrscht hat, war er nicht sonderlich begeistert, denn für die Eisdielen sei es bei anhaltenden Temperaturen jenseits der 30 Gradmarke bereits viel zu heiß. 18 bis 24 Grad - das seien die besten Temperaturen "damit die Leute nicht zum Baden gehen" und stattdessen lieber gemütlich bis 22 Uhr in sein Café zum Eisschnabulieren einkehren.

Auch die Ebersberger Eisdiele "Gelato e fantasia" überzeugt mit einer einladenden Auswahl an kreativen Eissorten. Da gibt es beispielsweise die Sorte Bananensplit aus vier verschiedenen Glasuren, ein Milchschnitte-Eis, das sich freilich insbesondere bei Kindern großer Beliebtheit erfreuen darf, dunkle Schokolade oder, wohl am herausstechendsten, Hugo-Sprizz. "Auch Walnuss mit Feige ist sehr gefragt bei uns", erzählt Mateus Borba. "Wir suchen immer etwas Besonderes", damit die Kundschaft jeden Tag mit "ein bisschen etwas Neuem" überrascht wird. Neben den eher extravaganten Eissorten bietet das Gelato e fantasia auch eine traditionelle Auswahl an Geschmacksrichtungen an. Die klassischen Eissorten dürften schließlich niemals fehlen, denn "die Kunden fragen immer danach".