Disziplinarverfahren Kinderpornografie bei Polizisten entdeckt

Bei einem Münchner Polizeibeamten haben Ermittler kinderpornografische Bilder gefunden. Die Staatsanwaltschaft München I bestätigte entsprechende Informationen der Süddeutschen Zeitung. Laut Sprecher Peter Preuß sei das Material bereits 2014 entdeckt worden. Der Beamte habe noch im vergangenen Jahr einen Strafbefehl sowie eine Geldstrafe akzeptiert, seine Verurteilung ist damit rechtskräftig. Die Fotos seien auf seinem privaten Computer gespeichert gewesen, auf seinem dienstlichen Rechner habe man nichts entdeckt. Laut Preuß habe eine Spur aus einem anderen Verfahren zu dem Polizisten geführt. Nach SZ-Informationen ist der Beamte mittleren Alters und galt als engagiert. Seit dem Fund der Fotos ist er vom Dienst suspendiert, ihm droht nun die Entlassung. Das Polizeipräsidium äußert sich nicht zu dem Fall, da er "nach derzeitigem Kenntnisstand keinen Bezug zur dienstlichen Tätigkeit" habe und man den Persönlichkeitsschutz des Beamten achten müsse. Es laufe noch ein Disziplinarverfahren, erklärte Polizeisprecher Wolfgang Wenger. Generell verfolge das Präsidium in solchen Fällen eine "konsequente Linie", man wolle sich von Beamten, die wegen Kinderpornografie auffällig werden, trennen.