Diesmal in der Maxvorstadt Aktivisten besetzen Haus erneut nur zum Schein

Hausbesetzung war gestern, inzwischen treiben Unbekannte lieber in Gestalt einer "Hausbehängung" ihr Spiel mit der Polizei. Unbekannte Aktivisten einer Aktion "Für lau Haus" haben am frühen Samstagmorgen im Internet und mit Mails auf eine angebliche Hausbesetzung in der Maxvorstadt hingewiesen und damit nach dem Muster vorangegangener Fake-Hausbesetzungen bewusst die Polizei auf den Plan gerufen. Die rückte mit einem 45-Mann starken Einsatzzug an, durchsuchte das Eckgebäude an der Linprun-/Sandstraße ergebnislos und ermittelt weiter gegen Unbekannt. Das Haus, an dem Bettlaken mit Hausbesetzersprüchen aufgehängt worden seien, sei "kein echter Leerstand", sondern werde renoviert, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Aktion selbst werde als Hausfriedensbruch verfolgt, sofern der Eigentümer dies anzeige. In jedem Fall würde sich die Polizei aber gerne die Einsatzkosten von rund 4500 Euro bezahlen lassen. In Sichtweite der CSU-Parteizentrale in Schwabing hing zudem ein Transparent, das auf Bayerns innenpolitische Linie anspielte, wonach keine Hausbesetzung länger als 24 Stunden dauern dürfe: "24 Stunden Herrmann! Die Zeit läuft..."