Mit einem hohen Maß an krimineller Energie hat über Wochen hinweg ein Rettungssanitäter aus persönlicher Geldnot bei Überführungen im Krankenwagen Patienten beklaut. Sechs Diebstähle können dem 21-Jährigen nachgewiesen werden, doch nur zwei gibt er bislang zu.
Polizeisprecher Andreas Ruch allerdings geht in diesem Fall von einer "hohen Dunkelziffer des äußerst skrupellos handelnden Mannes" aus.
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Der zum Teil geständige Dieb trat am 1. März diesen Jahres in die Dienste eines kleines Krankentransportunternehmens ein, das lediglich zwei Fahrzeuge unterhält. Bereits am ersten Tag soll der Rettungsassistent, der seine Ausbildung in einem dreimonatigem Crash-Kurs abgelegt hat, Patienten in die Taschen gegriffen haben. Dabei suchte er sich auch in der Folge stets Opfer, die sich nicht wehren konnten - sie waren allesamt narkotisiert.
Auf frischer Tat ertappt
Die Polizei untersuchte die Diebstähle, nachdem beim zuständigen Kommissariat 411 der Kripo eine Reihe von Strafanzeigen eingegangen waren. Insgesamt sechs Personen meldeten sich, weil bei ihren Transportfahrten entweder der Geldbeutel oder Scheine daraus verschwunden waren. Der bislang festgestellte Schaden in den sechs Fällen beläuft sich auf rund 330 Euro.
Unterstützt von dem Betreiber des Krankentransport-Unternehmens, legten sich Polizisten auf die Lauer - und ertappten den 21-Jährigen am Donnerstag gegen 9.50 Uhr prompt bei einem Diebstahl. Das gestohlene Bargeld befand sich in seinen Taschen.
Als Motiv ist wohl akuter Geldmangel anzunehmen. Der junge Mann bezahlt für seine Wohnung rund 800 Euro Miete. Im Rettungsdienst verdiente er jedoch nur etwa 400 Euro monatlich. Die Polizei nahm den Sanitäter vorläufig fest, vernahm ihn und ließ ihn erkennungsdienstlich behandeln. Anschließend wurde er nach Hause entlassen, weil er einen festen Wohnsitz hat. Entlassen wurde er auch von seinem Arbeitgeber - fristlos.
Brasiliens Präsidentin Roussef
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