Bloß kein Achtziger-Revival sollte die Tournee der Bangles werden. Auf dem Tollwood in München heizten die wiedervereinigten Rockdamen ihren leicht ergrauten Fans dennoch mit Hits wie "Manic Monday" oder "Eternal Flame" ein.
"It's just another Manic Monday..." - mit diesen Zeilen gelang den Bangles 1986 der Durchbruch. An einem Montagabend, 22 Jahre später, laden die Rockladys unter dem Motto "Return to Bangleonia" zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Doch es ist kein manischer Montag. Kurz bevor die Damen aus dem Sonnenstaat Kalifornien gegen 20.30 Uhr die Bühne des Musikzeltes auf dem Tollwood stürmen, reißen auch in München die Wolken auf. Blauer Himmel über der Landeshauptstadt.
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Auch mit fast 50 geben Vicki Peterson (links) und Susanna Hoffs von den Bangles auf der Bühne noch eine gute Figur ab. (© Foto: Stephan Rumpf)
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Über eine Zeitungsannoce stießen die Schwestern Vicki (Gitarre) und Debbi Peterson (Schlagzeug) einst auf Sängerin Susanna Hoffs. Gemeinsam tourten sie fortan durch Clubs in Los Angeles. Zunächst als eine der ersten Frauenbands überhaupt gefeiert, brachte bald der Neid auf die hübsche Susanna die Damen auseinander. Ende der Achtzige gaben sie ihre Trennung bekannt - auf dem Höhepunkt ihres Erfolges mit Song "Eternal Flame". Die Sängerin soll den Peterson-Schwestern ein bisschen zu oft auf den Titelseiten gewesen sein.
Diesbezüglich sind die Damen inzwischen erwachsen geworden. Zumindest ist auf der Bühne von den einstigen Spannungen kaum mehr etwas zu merken. Vielleicht auch weil diesmal die Rollen klarer verteilt sind: Zwar sieht Hoffs auch mit fast 50 im kleinen Schwarzen noch ziemlich sexy aus, den Abend dominiert jedoch Kollegin Vicki Peterson, die zum Lackmini rot-schwarz-gestreifte Kniestrümpfe trägt. Sogar zwei Herren haben die Bangles mitgebracht, die im Hintergrund Keyboard und Percussion bedienen dürfen.
"Susanna, I'am here"
Songtechnisch bleibt die Band der Vergangenheit verbunden. Bloß kein Achtziger-Revival hatten sie noch kurz vor ihrer Tournee versprochen. "Wir haben auch unser neues Album aus diesem Jahrhundert dabei", erklärte dann auch Vicki Peterson dem Publikum stolz. Doch als ob sie es besser wüssten, spielen die Bangles auf dem Tollwood neben dem 2003 entstandenen Comeback-Album "Doll Revolution" auch wieder die alten Hits von "Manic Monday", einst von Prince komponiert, bis zu "Hazy Shade Of Winter".
Das Publikum dankt es ihnen. Aber erst beim Dauerbrenner "Eternal Flame" rückt manch Pärchen, in Erinnerungen schwelgend, näher zusammen und singt vorsichtig mit. Seitdem Comebacks wieder in Mode sind, ist eben auch der Rock'n'Roll alt geworden - und mit ihm seine Fans. Statt kreischender Teenager erwarten die Bangles in der ersten Reihe leicht ergraute Herren im Polohemd. Schüchtern hält einer ein Plakat mit "Susanna, I'am here" hoch. Dennoch bleibt den ganzen Abend über die Stimmung verhalten.
An den Bangles kann das nicht liegen. Die drei Rockdamen und Neuzugang Abby Travis am Bass geben auf der Bühne alles und haben dabei sichtlich Spaß. Ein Gitarrensolo folgt dem nächsten. Und welche Girlie-Band von heute kann schon von sich behaupten, neben guten Aussehen auch noch ein Instrument zu beherrschen? Der New Musical Express erkannte bereits in den Achtzigern, dass die Bangles Girls seien, die "den Durchbruch schafften, ohne die Tür zum Erfolg mit den Brustwarzen aufzustoßen".
Nach nicht einmal 90 Minuten ist das Schauspiel auf dem Tollwood wieder vorbei. Schließlich sind auch die Bangles nicht mehr die Jüngsten. Bei der einzigen Zugabe "Walk like an Egyptian" klammert sich Sängerin Hoffs an einer Tasse Tee fest. Der Coolness schadet das mit fast 50 nicht mehr, vor allem wenn man immer noch die Bühne rockt. Und so geht es manch einem an diesem magischen Montagabend wie dem Sänger der Vorband, der nach dem Soundcheck mit den Bangles zugibt: "Ich habe mich wieder verliebt."
(sueddeutsche.de/bica)
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Ich war auch da und das Konzert war extrem langweilig. Diese Gruppe hat nichts mehr vom alten glanz und können, da wird nur noch abgezockt. Das ganze wir sind keine oldies band geschwätz können die sich sparen. Und wo haben die eigendlich diese bassistin ausgegraben? Eine furchtbar stumpsinnige art zu spielen! Michael Steele war da um längen besser, und warum wird sie in diesem Artikel nicht erwähnt? Die hatte auch keine "solos" nötig um ihr Ego aufzublasen.
Fazit: Das talentierteste Mitglied gegen eine mittelmässige Söldnerin ausgetauscht, und die drei restlichen "original" Bangles haben auch nichts mehr drauf. Leute, spart euch das Geld nächstes mal und bleibt weg! Die sind jenseits von gut und böse und selbst ihr berühmter Gesang ist nur noch ein schatten seiner selbst. Solche bands kann man nur meiden.