Für viele potentielle Immobilienkäufer stellt sich die Frage erst gar nicht, ob sie ein Haus oder eine Wohnung erwerben wollen: Meistens diktiert der Preis beziehungsweise die finanzielle Situation die Entscheidung für eine Wohnung.
In der Tat ist eine Wohnung meist günstiger als ein Haus. Namentlich in München sind Häuser - egal, ob neu oder gebraucht - exorbitant teuer; alles, was im Einzugsbereich des S-Bahn-Netzes liegt, ist meist nur für Wenige bezahlbar. Selbst dann, wenn der Eigenkapitalanteil relativ hoch ist, also bei 30 Prozent der Kaufsumme und mehr liegt.
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Wenn dann das Haus tatsächlich einigermaßen erschwinglich ist, dann liegt es oft so weit "ab vom Schuss", dass es allein durch die zu große Entfernung - etwa zum in der Stadt oder in Stadtnähe gelegenen Arbeitsplatz, zu Schulen oder Kindergärten - nicht in Frage kommen kann.
Von der Stange oder Maßanfertigung?
In aller Regel sind Häuser "von der Stange", also so, wie der Bauträger sie ohne größere Individualisierung und mehr oder weniger schlüsselfertig anbietet, preiswerter als ein "Architektenhaus", bei dem der Bauherr andererseits viel mehr Möglichkeiten der individuellen Gestaltung hat - die Maßanfertigung hat ihren Preis.
Noch günstiger kommen meistens Fertighäuser. Aber dieses Konzept von weitgehend vorgefertigten Bauteilen, die innerhalb kurzer Zeit und (relativ) problemlos zusammengesetzt werden können, ist nicht jedermanns Sache.
Mit entsprechender Vorbereitung lassen sich auch individuell gebaute Häuser unter sparsamen Gesichtspunkten realisieren; viele Architekten haben sich auf Bauherren eingestellt, die den Euro schon mal umdrehen wollen bzw. müssen. Relativ viel lässt sich zum Beispiel durch Weglassen eines Kellers einsparen, und zudem natürlich durch Verzicht auf einen ersten oder gar zweiten Stock.
Bei neu zu beziehenden Eigentumswohnungen sind die Gestaltungsmöglichkeiten naturgemäß eingeschränkter als bei Häusern. Das heißt aber nicht, dass bestimmte Eingriffe in den Grundriss nicht möglich sind, aber vom Entfernen bzw. Umbauen tragender Wände oder der Fassade / dem Balkon muss in aller Regel Abstand genommen werden. Der gestalterischen Freiheit sind klare Grenzen gesetzt.
Andererseits haben frisch gebaute Eigentumswohnungen den Vorteil, dass sich viele Bau- und Grundkosten, zum Beispiel für die Erschließung, auf die Eigentümer im Haus umlegen lassen. Dadurch wird's erheblich billiger. Natürlich wird auch der Preis für das bebaute Grundstück anteilig auf die Käufer verteilt.
Gemeinschaftseigentum heißt auch: Einigungszwang
Mehrere Eigentümer können aber auch zu einem Problem werden: wenn sich die Eigentümergemeinschaft innerhalb eines Wohnhauses in bestimmten Sachfragen nicht einigen kann - und das ist oft der Fall. Allein unterschiedliche Einkommensverhältnisse führen oft zu sehr unterschiedlichen Vorstellungen, was Investitionen ins Gemeinschaftseigentum angeht: Wo die einen nur das Allernötigste aufbringen wollen, weil sie sparen wollen oder müssen, liegt den anderen tendenziell an einer Luxussanierung - sei es, um den Komfort für sich selbst zu erhöhen oder um die Miete für ihre vermietete Immobilie steigern zu können.
Immerhin gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit, dass nicht ein einzelner Eigentümer Beschlüsse blockiert, die alle anderen Eigentümmer innerhalb der Gemeinschaft gefasst haben: Sie können jetzt beispielsweise mit einfacher Mehrheit über die Verteilung von Instandhaltungs-, Betriebs- und Verwaltungskosten entscheiden. Dennoch: Eigentümergemeinschaften bergen viel Konfliktpotential.
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Die Größe der Eigentümergemeinschaft. Je größer sie ist, um so schwieriger wird es, eigene Vorstellungen durchzubringen. Die Versammlung wird anonymer und die Mehrheitsverhältnisse undurchsichtiger. Das Risiko Maßnahmen mitzutragen, die in erster Linie die Verwaltung und Baufirmen füttern, wird immer größer.
Handelt es sich um eine gebrauchte Wohnung, ist es zwingend erforderlich, Protokolle einzusehen und den Kontostand der Gemeinschaft zu prüfen. Hier laueren Fallen. Z. B. kann es allein schon ausreichen, dass ein einziger Querulant für ständigen Ärger sorgt.
Wie ist die Verteilung der Eigentumsanteile? Liegen mehr als 50 % in der Hand einer Person oder eines Clans, ist man mehr oder weniger ausgeliefert.
Wie setzen sich die Bewohner zusammen? Nur Eigentümer oder nur Mieter? Ist die Mehrheit der Wohnungen vermietet, ist die Interessenslage der Eigentümer eine andere, als wenn diese überwiegend selbst im Haus wohnen.
Es ist also nicht so einfach, unter Beachtung dieser Kriterien die richtige ETW zu finden.
Wenn ich von vornherein daran denke, dass ich eine Immobilie nach langer Selbstnutzung irgendwann wieder verkaufen will, brauche ich nicht so sehr nach dem Wiederverkaufswert zu sehen. Denn so betrachtet wäre das Risiko einer Entwertung in der Tat viel zu hoch.
Betrachtet man aber die andere Seite, dass sich in der selbstgenutzten Immobilie allenfalls die Nebenkosten mit der Inflation weiter entwickeln, die Finanzierung jedoch über einen sehr langen Zeitraum gleich bleibt, ist man auf Dauer eindeutig im Vorteil, wenn man kein Mieter ist.
Bei der Einschötzung, ob eine Immobilie im Wert eher steigen oder eher fallen oder gar stark fallen wird, ist immer die Lage sehr entscheidend. Eine gute Lage behält auch in eher schlechten Zeiten ihren Wert. Erst entwerten die schlechten Lagen.
Die Empfehlung, auf einen Keller zu verzichten ist grober Unfug. Auf einem sündhaft teuren Grundstück, dass dann meist recht klein ausfällt, auf den Keller zu verzichten, um Baukosten zu sparen, entwertet das Haus von vornherein. Sollte es jemals notwendig sein, das Haus wieder zu verkaufen, fällt man von vornherein im Vergleich zu den vielen anderen Gebrauchtangeboten hinten runter. Wenig Platz auf dem Grundstück, keinen Platz unter dem Haus und statt Garage vielleicht nur Carport - da wird es schnell eng und einen Käufer findet man im Leben nicht mehr, es sei denn, man "verschenkt" es fast.
Für Wohnungen gilt in München das selbe wie für Häuser (zumindest innerhalb des Rings). Da ich nun ca. ein 3/4 Jahr auf der Suche war, hab ich einen recht guten Überblick.
Eine gut gelegene (zb Schwabing-West) 90m² 3-Zimmerwohnung geht bei ca 4000€/m² los und geht hoch bis über 10.000€/m² (Dachgeschoss nähe E-Garten).
D.H man zahlt für eine 100m² Wohnung locker mal 600.000€, dafür bekommt man auch ein schönes Häuschen etwas außerhalb.
Selten habe ich einen so unausgereiften Artikel gelesen. Der Artikel hätte auch ein Siebtklässer als Schulaufsatz geschrieben haben können. Dies hat nichts mit dem Thema ansich zu tun. Zumal die Aussage die Aussage Kaufen ist billiger als Bauen schon verbessert gehört. Kaufen ist günstiger als Bauen wäre korrekt.
Die Entscheidung für Bauen oder Kaufen hängt bei Häusern zumeist auch von den eigenen Fähigkeiten ab. Wenn man als Bauherr handwerklich begabt ist und dazu noch eine handwerklich begabte Verwandschaft hat, so ist eigenes Bauen aus dem finanziellen Gesichtspunkt günstiger als vergleichbares Kaufen. Um Vergleiche anzustellen muss ich aber vorab auch vergleichbares schaffen, denn Haus ist nicht gleich Haus. Bei Wohnungen kann ich einen solchen Vergleich nur schwer konstruieren, denn hier bin praktisch zum Kaufen gezwungen.
Trotz abnehmender Bevölkerung steigt aber die Nachfrage nach Wohnraum und z.B. in München kommt noch die Attraktivität hinzu und das erhöht zusätzlich die Nachfrage und das alles verteuert bei sinkendem Angebot die Preise.
Zum Abschluss: Es gibt statistische Werte für die Preise in München, aber dies bedeutet noch lange nicht, dass man diese bezahlen muss. Wenn jemand ein Objekt dringenden verkaufen musse, so wird er Abschläge machen müssen und wenn ein Käufer ein Objekt unbeding haben will, so wird er was drauf legen. Der Einzelfall entscheidet oft ob und wie man was macht und nicht statistische Werte.
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