Daglfing Betrunkener nach Wiesn-Besuch fast von Güterzug erfasst

Ein 26-jähriger US-Amerikaner ist in Daglfing übers Gleis gelaufen. Zwei weitere Männer hatten bei ihren Irrwegen über Gleise ebenfalls großes Glück.

Wegen seines schweren Wiesnrauschs wäre ein 26 Jahre alter US-Amerikaner beinahe unter die Räder eines Güterzugs geraten. Nach Angaben der Münchner Bundespolizei versuchte der aus Washington D.C. stammende Mann am Freitagabend nach dem Wiesnbesuch, am S-Bahnhof Daglfing die Bahnsteige zu wechseln. Statt der Unterführung nahm er jedoch den direkten Weg über die Gleise, ohne den herannahenden Güterzug zu bemerken.

Eine gerade vorbeikommende 20-jährige Frau erkannte dagegen die Gefahr sofort und warnte die Lokführerin mit Handzeichen. Diese löste eine Schnellbremsung aus, kam aber erst 50 Meter hinter dem Mann zu stehen - der hatte zum Glück auf dem Parallelgleis gestanden.

Der Volltrunkene blieb unverletzt. Die Lokführerin erlitt einen Schock und musste abgelöst werden. Da der Güterzug in der Zeit die Gleise blockierte, kam es zu massiven Störungen im Münchner Bahnverkehr.

Passanten hielten den Mann und seine 28-jährige Begleiterin bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Bei dem Mann wurden 2,14 Promille gemessen, er muss nun ein Verwarngeld von 55 Euro zahlen.

Besser informiert - mit SZ München

Belgier marschiert bei Erding über die Gleise

Am S-Bahn-Haltepunkt Ottenhofen bei Erding begab sich in derselben Nacht ein 31 Jahre alter Oktoberfestbesucher auf das S-Bahn-Gleis und marschierte Richtung Altenerding. Der stark betrunkene Belgier wurde nach intensiver Suche, an der auch ein Hubschrauber beteiligt war, schließlich bei der Ortschaft St. Kolomann aufgegriffen und ins Wiesn-Camp in München-Riem gebracht.

Knapp zwei Stunden später alarmierte der lebensgefährliche Ausflug eines sturzbetrunkenen 20-Jährigen auf dem Gleisbereich in Höhe der Hackerbrücke unweit des Münchner Hauptbahnhofs die Bahnpolizei. Wegen des Mannes musste eine S-Bahn eine Schnellbremsung einleiten. Auch hier mussten Bahn-Fahrgäste wegen des "gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr" Verspätungen in Kauf nehmen.

Bereits am Donnerstag war es nach Bahnpolizei-Angaben zu etlichen Gleissperrungen gekommen, weil sich "Personen unerlaubt auf Bahnstrecken aufgehalten" hatten.