Markt Indersdorf Indersdorfer Ausstellung in New York zu sehen

Die Ausstellung "Zurück ins Leben - Life After Survival" über die Nachkriegszeit im Kloster Indersdorf wird zum Jahresbeginn 2016 für mehrere Wochen bei den Vereinten Nationen in New York zu sehen sein. Anlass ist der internationale Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, wie der Heimatverein Indersdorf mitteilt. Die Schau wird vom 7. Januar bis 10. Februar in der Besucherlobby des UN-Hauptquartiers gezeigt. Sie erinnert an ein 1945 in dem Ort errichtetes Zentrum für von den Nationalsozialisten verfolgte Kinder.

Ein Team von Freiwilligen der UN half damals im ehemaligen Kloster Indersdorf unbegleiteten Kindern und Jugendlichen - darunter KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Juden aus Osteuropa - auf ihren ersten Schritten zurück ins Leben. Die als internationale Wanderausstellung konzipierte Schau wurde im Frühjahr erstmals bei einem Treffen mit Überlebenden in Markt Indersdorf gezeigt. Kuratorin ist die pensionierte Lehrerin und Historikerin Anna Andlauer, die sich seit acht Jahren für das Projekt engagiert. Andlauer sagt, die Ausstellung biete auch den Anreiz, "sich der Bedürfnisse traumatisierter junger Flüchtlinge heute bewusst zu werden".

Die Schau erzählt in Fotos und Texten, wie die selbst von den Nazis verfolgten UN-Betreuer bis zu 1000 Kindern in Markt Indersdorf zwischen 1945 und 1948 halfen, ihre verstörenden Erfahrungen zu verarbeiten, eine Schulbildung zu bekommen und ihre Familienangehörigen wieder zu finden. In den USA soll eine Kopie der Ausstellung angefertigt werden, um dort zu bleiben. Das Original wird anschließend von März an in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gezeigt.