Trinkwasser gilt als äußerst rein. Aber nicht unbedingt, wenn es aus daheim aus dem Wasserhahn kommt. Hans Bergemann vom Gesundheitsamt erklärt, worauf man achten sollte.
Das Leitungswasser in vielen öffentlichen Gebäuden ist mit Keimen belastet. Das ergab ein bundesweiter Test vom TÜV, der Anfang dieser Woche veröffentlicht wurde. Die Untersuchung in zehn Großstädten zeigte, dass rund die Hälfte der untersuchten Wasserproben in öffentlichen Gebäuden mikrobiologisch verunreinigt waren. Diese Probleme betreffen auch Privathaushalte. Die SZ sprach mit dem Leiter des Gesundheitsamtes in Dachau, Hans Bergemann, über Ursachen und Gefahrenpotenzial.
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Wie kann eine Verkeimung entstehen?
Die Legionellen kommen natürlicherweise im Wasser vor. Nur normalerweise in so geringen Mengen, dass dies keine gesundheitliche Bedeutung hat. Erst unter bestimmte Bedingungen vermehren sie sich. Zum Beispiel wenn das Wasser stagniert und eine für die Vermehrung der Legionellen günstige Temperatur aufweist. Die optimalen Lebensbedingungen der Keime sind so bei 30 bis 50 Grad.
Ab wann kann es gefährlich werden?
Das Trinken von mit Legionellen belastetem Wasser stellt in der Regel kaum eine Gefahr für die Gesundheit dar. Wirklich gefährlich sind sogenannte Aerosole, eine Lösung feinster Wassertröpfchen in der Luft. Durch das Einatmen des Aerosols gelangen die Keime in die Lunge und dort können die gefährliche Legionellen eine Lungenentzündung auslösen. Aerosole können zum Beispiel durch die Luftbeimengung in Brauseköpfe entstehen.
Wer ist besonders gefährdet?
Das sind Leute mit einer Lungenvorerkrankung oder auch Raucher. Allgemein auch Menschen, die ein angegriffenes Immunsystem haben. Zum Beispiel weil sie bestimmte Medikamente bei rheumatischen Erkrankungen einnehmen müssen.
Welche Möglichkeiten zur Vorsorge haben die Privathaushalte?
Wichtig ist es, die technischen Vorkehrungen zu treffen um Stagnationswasser vor allem im Warmwasserbereich zu vermeiden. Einen gewissen Effekt kann man auch erzielen, wenn man die Dusche erst nach kurzzeitigem Ablauf des Stagnationswassers benutzt. Einen tatsächlichen Aufschluss über die Belastung des Wassers mit Legionellen kann aber nur eine mikrobiologische Untersuchung erbringen. Mit bloßem Auge ist die Keimbelastung nicht zu erkennen.
Beraten Sie auch?
Ja selbstverständlich. Wir führen in Privathaushalten keine Untersuchungen durch, aber eine Beratung, gern.
Interview: Matthias Pöls
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(SZ vom 09.08.2011)
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Herr Soddemann hat Recht.
Wo nicht geprüft wird, da gibt es keine Schuldigen.
Die Hiolbsbotschaften mehren sich - und alles schaut zu.
Oder die Betroffenen prüfen solange bis Gras über die Sache gewachsen ist.
Der Gesetzgeber hat es sich ja ganz einfach gemacht mit seinen sogenannten "Prüfkriterien".
Abflammen - laufen lassen - keine Perlatoren beachten...damit es ja keine Keime gibt.
Beraten ist ja wunderbar, nur was hilft es dem einzenlnen konkret?
Was muss noch alles passieren?
Fortsetzung folgt.
GARANTIERT
Erich Meidert
Was Hans Bergemann vom Gesundheitsamt verbreitet, ist ein Skandal. Legionellen sind Krankheitserreger und haben im Trinkwasser nichts zu suchen!
30.000 bis 50.000 Legionelleninfektionen und 6.000 Todesfälle im Jahr in Deutschland: Quelle CAPNETZ Studie: Jede/r 7. durch Legionellen infizierte stirbt an einer heftigen Lungenentzündung! Die Legionellen werden uns frei Haus geliefert – mit dem Trinkwasser! Im Trinkwasser Bayerns werden regelmäßig Legionellen nachgewiesen. Das wird in ganz Deutschland nicht anders sein. Technische Regeln zur Filterung und/oder Abtötung von Legionellen bei der Trinkwasseraufbereitung gibt es nicht. Die Regeln zur Elimination von Legionellen in Gebäudewassernetzen sind falsch bzw. unzureichend. Die in den technischen Regeln geforderte thermische Desinfektion und/oder Bestrahlung mit ultraviolettem Licht (UV-Bestrahlung) sind nicht oder nicht nachhaltig wirksam.
Die Lösung liegt in der Ultrafiltration des Trinkwassers schon im Wasserwerk für rund einen halben Euro je Person und Monat und in der anschließenden Desinfektion des Trinkwassers in den öffentlichen und privaten Leitungsnetzen mit unschädlichem Chlordioxid, dessen Gehalt im Wasser ein Depot aufbauen und erhalten und deshalb online gesteuert werden muss und kann. Zuvor sind die Wassernetze mit Spülverfahren von Biofilmen zu befreien und ggf. umzubauen.
Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann
Mühlenstraße 5 b
48351 Everswinkel
0 25 82 – 99 13 66
soddemann-aachen@t-online.de
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren