In der Sparkasse Dachau Raffinement

Die Werke von Nina Annabelle Märkl sind immer auch Skulpturen, die durch die Zeichnung entstehen.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Die Kunst der Linie bei Nina Annabelle Märkl

Die Linie evoziert Räume. Die Faltung im Papier macht die zweidimensionale Zeichnung zu einem räumlichen Gebilde. Nina Annabelle Märkls Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Zeichnung, Installation und Skulptur. Sie sagt über Kunst: Sie löst die Grenzen der Gattungen ebenso auf, wie sich Figur und Gegenstand in zeichenhaftes Kürzel, technisches Fragment in organischen Körper, Erkennen in Nichterkennen, Gegenständlichkeit in Abstraktion, Nähe in Distanz löst." Die Sparkasse Dachau zeigt von Freitag, 15. September an, eine Ausstellung der Dachauer Künstlerin mit dem Titel "Fragmented Fiction".

Nina Märkl wurde 1979 in Dachau geboren. Sie lebt und arbeitet seit ihrem Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste bei Professor Stephan Huber in München. Seit 2007 hat sie zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland bestritten. 2009 erhielt sie das Europäisches Kunststipendium Oberbayern. 2010 folgte der Debütantenpreis des Bayerischen Kultusministeriums. Seit 2011 lehrt sie an der Akademie der Bildenden Künste in München das Fach Zeichnen. Im selben Jahr erhielt Märkl ein Projektstipendium für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München. 2015 war sie Artist in Residence in New York. Außerdem erhielt sie 2015 auch das bayerische Prinzregent-Luitpold-Stipendium.

In ihrer Durchlässigkeit sollen die Werke einen Raum erzeugen, "der", so Nina Märkl, "im Kippmoment zwischen verschiedenen Realitätsebenen oszilliert". Sie sagt weiter: "Gegenständliche Parts bieten einen Anknüpfungspunkt für die Wahrnehmung und erzeugen ein Gefühl der Vertrautheit, das mit der Wiedererkennbarkeit eines Objekts oder Fragments einhergeht. Zugleich initiieren sie ein Ablenkungsmanöver: Sie nehmen dem Gesehenen die Gewissheit, indem sie den Gegenständen ihre Substanz entziehen und so den Betrachter mit den Mechanismen seiner eigenen Wahrnehmung konfrontieren."

Vernissage Freitag, 15. September, 19 Uhr, in der Altstadt-Filiale der Sparkasse Dachau.