Dachau Jugend trifft sich in Dachau

Am 1. August beginnt die Internationale Begegnung

In Dachau werden 90 junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren zur 33. Internationalen Jugendbegegnung erwartet. Diese findet vom 1. bis 14. August statt. Zusammen mit dem Betreuerteam werden es mehr als 110 Jugendliche aus 31 Nationen sein, etwa aus der Ukraine, Weißrussland, Russland, Israel, Serbien, Kosovo, Irland, Iran, Italien, Frankreich, Deutschland, den USA und Kanada.

Die Teilnehmer wollen sich in Workshops mit der Geschichte des Konzentrationslagers, dem Nationalsozialismus, dem Rassismus und der Macht der Medien sowie mit Geschichten von Rettern und Tätern auseinandersetzen. Wie die Organisatoren mitteilten, werden auch Exkursionen und Vorträge angeboten. Dazu kommen Zeitzeugengespräche mit Überlebenden des Holocaust. Von ihrem Schicksal werden berichten Ernst Grube, Walter Joelsen, Max Mannheimer, Abba Naor, Mirjam Ohringer, Peter Perel, Karl Rom und Esther Bejarano.

Unter dem Motto "erinnern - begegnen - verstehen - Zukunft gestalten" treffen sich seit 1983 junge Menschen aus der ganzen Welt zu der Begegnung. Träger des Treffens sind der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Erzdiözese München und Freising, die Evangelische Jugend München, die DGB-Gewerkschaftsjugend München, der Förderverein für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau und der Kreisjugendring Dachau. Geplant wird das jährliche Treffen von einem internationalen Team, dem mehr als 20 junge Leute angehören. Das Konzentrationslager Dachau wurde von 1933 bis 1945 zum Schauplatz schlimmster Verbrechen. Die Nationalsozialisten inhaftierten in ihrem ersten KZ, das für die anderen zum Modell wurde, mehr als 200 000 Menschen aus ganz Europa; 41 500 wurden ermordet. US-amerikanische Truppen befreiten das Lager am 29. April 1945. Auf Initiative der überlebenden Häftlinge, dem Comité International de Dachau, wurde die Gedenkstätte 1965 mit Unterstützung des Freistaats Bayern errichtet.