Dachau Ausstellung geht nach Amsterdam

König Willem-Alexander eröffnet "Namen statt Nummern"

Von Helmut Zeller, Dachau

Der niederländische König Willem-Alexander eröffnet im Amsterdamer Widerstandsmuseum die Ausstellung "Namen statt Nummern" aus Dachau. An dem Festakt am Mittwoch, 22. April, nimmt auch Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) teil. Hartmann reist nicht alleine. Auch Vertreter des Gedächtnisbuch-Projektes nehmen an der Ausstellungseröffnung teil. Die Gedächtnisblätter, die im Widerstandsmuseum gezeigt werden, erinnern an die politischen Gefangenen aus den Niederlanden im Konzentrationslager Dachau. Jugendliche haben die Biografien der KZ-Häftlinge für das Gedächtnisbuch in der evangelischen Versöhnungskirche an der KZ-Gedenkstätte Dachau recherchiert und aufgeschrieben.

Das Gedächtnisbuch ist eine fortlaufend erweiterte Sammlung. Seit 1999 wurden mehr als 140 Biografien in verschiedenen Sprachen erstellt. Zum Trägerkreis gehören das Dachauer Forum, der Förderverein für Internationale Jugendbegegnung, das Max Mannheimer Studienzentrum sowie die katholische und evangelische Kirche in Dachau. Die Projektleiterin Sabine Gerhardus ist seit 1984 in der Erinnerungsarbeit engagiert und forscht vor allem über ehemalige Häftlinge aus Osteuropa. Im KZ Dachau und seinen Außenlagern waren ungefähr 2100 Niederländer gefangen. Sie gehörten meist dem Widerstand gegen die deutsche Besatzung in ihrer Heimat an und wurden vor allem seit 1943 nach Massenverhaftungen in Konzentrationslager deportiert.