Albert Knoll Archivar des Jahres

"Wir sind ein sehr offenes Archiv und haben nicht so viele Auflagen, wie man es sich bei staatlichen Archiven vielleicht vorstellt", sagt Albert Knoll, der sich über die Auszeichnung sehr gefreut hat.

(Foto: oh)

Der Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau, Albert Knoll, wird in New York mit dem "Archivist of the Year Award" ausgezeichnet.

Der Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau, Albert Knoll, ist mit dem "Archivist of the Year Award" ausgezeichnet worden. Knoll nahm den Preis vor kurzem in New York entgegen. Er ist seit 1997 als Archivar an der KZ-Gedenkstätte tätig. "Das ist eine schöne Auszeichnung, über die ich mich sehr gefreut habe", sagt Knoll. "Wir sind ein sehr offenes Archiv und haben nicht so viele Auflagen, wie man es sich bei staatlichen Archiven vielleicht vorstellt."

Dass er ausgezeichnet wurde, habe er letztlich Nikolaus Wachsmann zu verdanken. Der renommierte Historiker hatte Knoll für den Award vorgeschlagen. Wachsmann ist Professor in London und veröffentlichte vor kurzem sein Buch "KL", in dem es um die Geschichte der Konzentrationslager geht. Für seine Recherchen hatte er viel mit Knoll zusammengearbeitet, da das Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau eine wichtige Informationsquelle in der Erforschung der Geschichte der Konzentrationslager ist. "Es ist ein tolles Buch, das einem ein Licht aufgehen lässt - selbst mir, als langjährigem Mitarbeiter der Gedenkstätte", sagt Knoll. "Und dazu konnten wir viel beitragen."

Der undotierte "Archivist of the Year Award" wird jährlich von der gemeinnützigen Scone-Foundation mit Sitz in New York vergeben. Seit 2005 werden Verdienste um den Erhalt historisch bedeutsamer Dokumente honoriert. Gewürdigt werden außerdem die Förderung des humanitären Dialogs und der Widerstand gegen staatliche Zensurmaßnahmen.