Bergkirchen Geisterfahrer auf der Autobahn

Was macht man, wenn man in die falsche Richtung fährt? Genau! Umdrehen! Aber auf der Autobahn sollte man das besser nicht tun.

Von Walter Gierlich

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) posiert an der Autobahnabfahrt Siegsdorf der Autobahn 8 (A8) München-Salzburg zum Start eines Modellversuchs vor einer Warntafel für Geisterfahrer mit der Aufschrift 'Stop - Falsch' (Archivbild).

(Foto: dapd)

- Glimpflich ist ein Unfall wegen eines Geisterfahrers auf der Autobahn A 8 München-Stuttgart am Sonntag an der Anschlussstelle Dachau im Gemeindebereich Bergkirchen ausgegangen: Es gab keine Verletzten, und auch der Sachschaden hält sich mit geschätzten 3000 Euro in Grenzen. Wie die Polizei mitteilt, wendete ein 77-jähriger Autofahrer aus Baden-Württemberg bei starkem Regen auf der Fahrbahn in Richtung München und fuhr entgegen der Fahrtrichtung weiter. An der Anschlussstelle Dachau verließ er die Autobahn, nutzte dazu aber die Einfahrtsspur Richtung München. Dort kam ihm ein 56 Jahre alter Fahrer entgegen, der seine Familie im Auto hatte. Er konnte nach Polizeiangaben geistesgegenwärtig bremsen und ausweichen, um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden. Doch eine hinter ihm fahrende 18-Jährige merkte zu spät, was los ist und fuhr auf den Wagen des 56-Jährigen auf. Der Falschfahrer setzte seine Fahrt fort und fuhr wieder auf die Autobahn - diesmal in richtiger Richtung nach Stuttgart. Die Polizei konnte den Geisterfahrer wenig später anhalten. Ihn erwartet nun unter anderem ein Strafverfahren und eine Überprüfung, ob er überhaupt noch fahrtüchtig ist.