Badeunfall 21-Jähriger ertrinkt in Karlsfelder See

Der Karlsfelder See an einem ruhigen Morgen.

(Foto: Niels P. Joergensen)

Der junge Mann wollte bis zur Insel schwimmen, auf halber Strecke ging ihm im kalten Wasser wohl die Kraft aus.

Ein junger Mann ist am Himmelfahrtstag im Karlsfelder See ertrunken. Es ist der erste tödliche Badeunfall in diesem Jahr. Der 21-Jährige war mit seiner Familie am Nachmittag zum Karlsfelder See gekommen. Gegen 16 Uhr ging er ins Wasser und wollte bis zur Insel schwimmen, die etwa 150 Meter vom Ufer entfernt liegt. Etwa auf halbem Wege begann er jedoch, nach Hilfe zu rufen. Bald danach ging er unter.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilt, sei "mindestens ein weiterer Badegast" aufmerksam geworden und habe versucht, dem jungen Mann zu Hilfe zu kommen. Jedoch sei dieser bereits nicht mehr zu sehen gewesen. Wasserwacht und Polizei wurden gerufen, konnten die Einsatzstelle jedoch erst nach etwa einer Viertelstunde erreichen.

Taucher der Feuerwehr Unterschleißheim fanden den Verunglückten gegen halb fünf am Grunde des Sees. Das Gewässer ist an dieser Stelle etwa fünf Meter tief. Da das Wasser noch recht kalt ist, zieht die Polizei Entkräftung als Grund für das Unglück in Betracht. Der Mann lebte zuletzt in Moorenweis im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Oliver Welter von der Wasserwacht Dachau, die am Einsatz beteiligt war, warnt vor den kalten Strömungen im Karlsfelder See. Die Temperaturen im ohnehin noch kalten Wasser können um bis zu fünf Grad schwanken. Das kann zu Muskelkrämpfen führen. Schwimmer sollten möglichst zu zweit ins Wasser gehen oder eine Schwimmhilfe mitnehmen. Im vergangenen Juni war ein 24-Jähriger ebenfalls auf dem Weg zur Insel ertrunken.

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