Im Café Mozart kann es sich die Münchner Szene wie bei Oma im Plüschsessel gemütlich machen und dabei ein bisschen mondäne Luft vergangener Zeiten schnuppern.
In früheren Tagen, als Männer mit hochgeschlagenen Mantelkrägen an Hotel-Bars Whiskey tranken, müssen die Orte so ausgesehen haben wie das Café Mozart. Heute will die Kneipe in der Nähe vom Sendlinger Tor vieles sein: Sie ist eine Station auf der Durchreise für die Hotelgäste, die im benachbarten Hotel Bristol absteigen und über einen Durchgang in die Kneipe schlüpfen können. Das Café Mozart ist außerdem für Münchner da, die das mondäne Großstadt-Flair lieben, und gleichzeitig Wohnzimmer für diejenige, die dem Charme von Oma-Cafés verfallen sind.
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Die Gäste im Café Mozart sitzen am liebsten auf den weichen Sofas am Rand. Hier kann man sich in Ruhe unterhalten. (© Foto: Ana Maria Michel)
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Für sie alle ist im Café Mozart reichlich Platz und auf der großen, aber etwas unübersichtlichen Karte findet jeder etwas, das ihm schmeckt: Es gibt täglich von 10 bis 16 Uhr Frühstück, außerdem Riesenschnitzel oder den Mozart Cheeseburger XXL - für den etwas größeren Hunger. Das Helle gibt es im Café Mozart für 3,10 Euro.
Am Wochenende ist die Kneipe gut besucht. Die begehrtesten Plätze befinden sich am Rand unter der goldig glänzenden Tapete mit Pfauen-Aufdruck. Hier lassen sich die Gäste auf die weichen Sofas plumpsen. Da kommt Wohnzimmer-Atmosphäre auf und es fühlt sich an wie früher in Omas Plüschsessel.
In der Mitte des Raums stehen den Gästen weitere Zweiertische mit Stühlen zur Verfügung, die aber nur zweite Wahl sind. Am Rand, wo man weich sitzt und den ganzen Raum im Blick behalten kann, ist es dann doch gemütlicher.
Das Profil von Wolfgang Amadeus Mozart, dem Namensgeber der Kneipe, taucht nicht nur auf der roten Karte auf, sondern hängt als dekorativer Schattenriss an der Wand. Auch auf dem Weg zur Toilette begegnen die Gäste dem Komponisten: Poster mit Zeichnungen, auf denen Mozart in skurrile Rollen schlüpft, hängen dort: Mozart als Akrobat, Mozart bei den Wilden oder Mozart als Napoleon gibt es dort zu bewundern.
Doch so weich die Sofas auch sind, um an den Gemütlichkeitsgrad von Omas Wohnzimmer heranzukommen, ist das Café Mozart dann doch einfach zu groß. In der Kneipe mit dem Charme einer Hotel-Lobby aus vergangenen Tagen kommen sich Fremde nicht wirklich näher.
Die meisten Gäste kommen zu zweit, bleiben unter sich und unterhalten sich bei leiser Musik. Von der aufmerksamen, aber zurückhaltenden Bedienung werden sie nicht gestört. Nur ab und zu schnappen sie einen Gesprächsfetzen vom Nebentisch auf.
Und dann kommt er doch, der einsame Mann, der an der Bar sitzt und einen Whiskey, nein, ein Weißbier trinkt. So weltmännisch wie in den Schwarz-Weiß-Filmen von früher sieht das aber lange nicht aus. Der mondäne Glanz muss spätestens dann verschwunden sein, als das Lokal den Mozart Cheeseburger XXL auf die Karte gesetzt hat.
Pettenkoferstraße 2, 80336 München, Telefon: 089-594190, Öffnungszeiten: So-Do 10-1, Fr-Sa 10-3, www.cafe-mozart.info
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(sueddeutsche.de)
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der die das ist der die das neue der die das.
eine satzkonstruktion ist in alller munde: braun ist das neue weiß, karl ist die neue eva, wo man liest und hört, diese seltsame redewendung ist allgegenwärtig.
Leider wird nicht erwähnt, daß es im Café Mozart am Abend höllisch laut ist. Unterhaltungen gehen fast nur im Schrei-Modus, da man verzweifelt versucht die laute Musik zu übertönen. Wenn das dann mehr als 50 bis 100 Gäste gleichzeitig versuchen...
Schade, denn ich mag das Café Mozart sehr gerne, auch wegen der Büchertauschecke im hinteren Raum, und der sehr freundlichen Bedienungen. Wenn sich der Musiklärm ändert gehe ich gerne wieder ins Mozart.