Konstruktionsmängel, Materialermüdung und -überalterung an der Anlage der Unterhachinger Jochen-Schweizer-GmbH seien die Ursachen für das Unglück gewesen, bei dem im Juli ein Mann in den Tod stürzte. Dies geht laut Dortmunder Staatsanwaltschaft aus einem TÜV-Gutachten hervor.

Ein halbes Jahr nach einem tödlichen Bungee-Unfall in Dortmund hat die Staatsanwaltschaft gegen die Unterhachinger Betreiber-Firma Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. Zudem werde gegen zwei Mitarbeiter der Anlage ermittelt, die vor Ort waren. "Wir gehen von Verletzungen der Sorgfaltspflicht aus", sagte Oberstaatsanwalt Heiko Oltmanns.

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Die Betreiberin der Anlage, die Jochen Schweizer GmbH, schließt eine Wiederaufnahme des Betriebes trotz der Ermittlungen nicht aus. "Der Meinungsbildungsprozess zwischen der Stadt Dortmund und uns ist noch nicht abgeschlossen", sagte ein Sprecher der Firma.

Die Stadt Dortmund hatte wiederholt erklärt, sie sähe die Anlage am Fernsehsturm am liebsten geschlossen. Das Unternehmen war bislang davon ausgegangen, dass ein Materialfehler zum tödlichen Seilriss führte. Am 20. Juli sprang ein 31-Jähriger aus Mommenheim in den Tod.

(sueddeutsche.de/dpa)

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