Bundeswehruni München Degradiert wegen kopierter Hausarbeit

Ein Student der Bundeswehruniversität München hat bei einer Hausarbeit getäuscht - und ist einen Rang nach unten gestuft worden.

Von Bernd Kastner

Ein Student an der Bundeswehruniversität München ist wegen eines Plagiats degradiert worden. Laut Uni-Sprecher Michael Brauns hatte der Soldat vor etwa zwei Jahren eine Hausarbeit eingereicht, die als Zulassung zum Vordiplom galt. Es habe sich um einen "gravierenden Fall" gehandelt, weshalb er disziplinarisch bestraft worden sei. Brauns spricht von einem "großen Maß an Täuschung".

Einzelheiten zum Studienfach und zum Dienstgrad des Soldaten seien ihm jedoch nicht bekannt. Eine Degradierung bedeutet, dass ein Soldat einen Rang nach unten gestuft werde und beispielsweise ein Jahr verliere in seiner militärischen Laufbahn.

In einem anderen Plagiats-Fall an der in Neubiberg bei München ansässigen Hochschule sei Ende 2008 einem externen Doktoranden, der nicht Soldat gewesen sei, der Doktortitel aberkannt worden. Er habe von seiner etwa 200-seitigen Promotion etwa 60 Seiten abgeschrieben.

Das Verwaltungsgericht München bestätigte in einem Urteil vom Oktober 2008 diese Sanktion. Brauns betonte, dass es sich bei diesen beiden Plagiaten um "wirkliche Ausnahmefälle" handle. "Bei uns gibt es Plagiate wie an jeder anderen Uni auch", so der Sprecher. "Nicht mehr und nicht weniger." Die Münchner Bundeswehr-Hochschule liege wohl im bundesweiten Schnitt. Parallelen zum Plagiatsfall des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg wollte er bewusst nicht ziehen.

Worüber Stoiber und Co. promovierten

mehr...