Während der Seilbahnbetreiber und die Geschäftsführer der Bundesgartenschau ihre vertraglich zugesicherten Gewinne erhalten, werden die Verluste auf die Münchner Steuerzahler umgelegt.
Die Bundesgartenschau (Buga) kommt die Stadt München voraussichtlich teuer zu stehen. Nach einem Bericht der Abendzeitung liegen die Besucherzahlen derzeit 30 Prozent hinter den Prognosen.
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Ohne eine Trendwende entstünde voraussichtlich ein Verlust von bis zu acht Millionen Euro, der aus der Stadtkasse bezahlt werden müsste. Davon gingen laut AZ zwei Millionen Euro an den privaten Betreiber der Seilbahn, dem vertraglich ein Gewinn zugesichert worden sei - berechnet anhand der prognostizierten Besucherzahl.
Geschäftsführer verdienen an Sponsorengeldern
Auch die Buga-Geschäftsführer gehören dem Bericht zufolge zu den Gewinnern. "Sie bekommen einen Anteil an den Sponsorengeldern, die sie beibringen", wird ein namentlich nicht genannter Stadtrat zitiert.
Dieses Vorgehen ist an sich nicht unüblich. Durch das Provisionssystem soll gewährleistet werden, dass die Begünstigten sich mit Nachdruck um Sponsoren bemühen.
Im vergangenen Jahr hätten die beiden Geschäftsführer zusammen 223.000 Euro verdient - und stünden damit auf einer Gehaltsstufe mit Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), schreibt das Blatt. So würden die Gewinne beim Seilbahnbetreiber und den Geschäftsführern privatisiert, aber die Verluste auf alle Münchner umgelegt, bemängelte ein Stadtrat.
Bis Ende vergangener Woche waren erst 1,1 Millionen Besucher zur Buga gekommen. Sollten bis Oktober nicht insgesamt 3,7 Millionen Menschen kommen, wird die Gartenschau dem Bericht zufolge rote Zahlen schreiben.
Die Buga spricht nicht an
Auch die Kritik am Konzept der Buga hält an. Stadträtin Sedef Özakin (Grüne) sagte: "Die Buga spricht nicht die Massen an, auch nicht die Garten- und Pflanzenliebhaber, und sie gibt ihnen keine Anregungen." Die Wege seien zu lang, es gebe weder bei Hitze noch bei Regen eine Unterstellgelegenheit, und auch die Sitzmöglichkeiten reichten nicht aus.
(sueddeutsche.de/ddp)
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