Bürgerentscheid in Feldkirchen Ikea muss draußen bleiben

Die Feldkirchener haben entschieden: Ikea kommt nicht.

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Die Feldkirchener haben entschieden: Ikea kommt nicht. 56,6 Prozent der Wahlberechtigten stimmten in einem Bürgerbegehren gegen das schwedische Möbelhaus.

Das letzte Wort hatten die Bürger in Feldkirchen: 56,6 Prozent stimmten in einem Bürgerbegehren gegen das schwedische Möbelhaus. Von den 5200 Wahlberechtigten gaben 3271 ihre Stimme ab, damit lag die Beteiligung bei 63,6 Prozent.

In einer Mitteilung des Ortes heißt es: "Damit ist wohl erst einmal ein Schlussstrich gezogen unter die Bemühungen der Gemeinderatsmehrheit, mit Hilfe von Ikea eine umfangreiche Gesamtplanung umzusetzen."

Bürgermeister Werner van der Weck (SPD), der sich für die Ikea-Pläne ausgesprochen hatte, sagte nach der Entscheidung, er sei enttäuscht, werde das deutliche Votum der Bürger aber akzeptieren.

Die Befürworter des Projekts hatten vor allem mit dem Dauerthema Verkehr die Bürger für Ikea zu gewinnen versucht. Mit der B 471 und der Münchner Straße führen zwei extrem stark befahrene Straßen mitten durch den Ort.

Das schwedische Möbelhaus selbst hatte neben Brunnthal im Süden und Eching im Norden mit 40 Kilometern Entfernung einen weiteren Standort nahe München angestrebt. Feldkirchen mit den Autobahnen A 99 und A 94 sowie der nahen Messestadt Riem erscheint da ideal gelegen.

Die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans schien im Gemeinderat fast schon beschlossene Sache, wenn sich nicht die Initiative für das Bürgerbegehren "Kein großflächiger verkehrsintensiver Einzelhandel wie Ikea in Feldkirchen" eingeschaltet hätte. Deren Zusammensetzung ist ungewöhnlich: Zum Bund Naturschutz, dem Landesbund für Vogelschutz und den Grünen nämlich hat sich ausgerechnet die örtliche CSU gesellt.