SZ: Was passiert, wenn ich zu Ihnen komme und es trotzdem haben will?
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Marc Schürhoff kann das Guttenberg-Buch nicht empfehlen. (© Robert Haas)
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Schürhoff: Wir haben es zwar nicht im Laden, aber bestellen können wir es natürlich, das haben auch einige Kunden gemacht. Wir hatten auch vier oder fünf Bestellungen am Anfang, aber seitdem das so ein Mediending geworden ist, kommen Guttenberg-Fans wohl nicht mehr zu uns.
SZ: Ist es nicht anmaßend, dem Leser vorschreiben zu wollen, was er kaufen soll?
Schürhoff: Nein. Die Autobiographie von Dieter Bohlen hatten wir auch nicht im Angebot, weil sie uns zu blöd war. Es ist alltägliche buchhändlerische Arbeit, ein gutes Sortiment zusammenzustellen - empfehlenswerte Bücher, die uns wichtig erscheinen, bewegen und Relevanz haben.
SZ: Welche Sachbücher gehen denn bei Ihnen in Schwabing besonders gut?
Schürhoff: Unsere Kunden greifen schon auch zur Bestseller-Biographie von Steve Jobs. Sehr gut verkauft sich auch ein anderes Gesprächsbuch: "Zug um Zug" mit Helmut Schmidt und Peer Steinbrück. Das scheint den Geschmack unserer Kunden zu treffen: Sie sehnen sich eben nach einer moralischen Autorität.
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(SZ vom 07.12.2011/wib)
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Eine Buchhandlung mit Niveau! Hätte ich auch gerne in meiner Stadt.
dieser Parfümjournalist... Wie der Chefredakteur der ZEIT werden konnte?
So als würde Karl Moik Dirigent bei den Berliner Philharmonikern.
Am besten kam di Lorenzo noch als Parodie in der Harald Schmidt-Show, mit Brusthaartoupet. Er ist definitiv der Kerner der Printmedien und insofern der Geeignete, Guttenberg zu interviewen.
Zitat: Ist es nicht anmaßend, dem Leser vorschreiben zu wollen, was er kaufen soll?
Kein Buchhandel hat alle Bücher im Sortiment, nicht mal alle aktuellen. Nur weil man sich nicht dem Diktat der tumben Fanboys unterwirft und solche ein Machwerk aus den Regalen lässt, schreibt man dem Leser doch nichts vor! Man bietet es nur nicht an. Solange es noch bestellt werden kann, gibt's absolut keinen Grund, sich künstlich aufzuregen.
Allerdings warte ich sehnsüchtig auf Band 2 der Lügengeschichten, hoffentlich mit dem Titel "Endgültig gescheitert", Untertitel: "Eine neue Dolchstoßlegende".
Wow. Ohne mit der Wimper zu zucken stellt er das Buch auf die gleiche qualitative inhaltliche Ebene wie Bohlen ;-). Ansonsten muss man sagen, wünsche ich jedem Buchhändler der das Buch im Sortiment haben sollte, dass es sich verkauft wie der Impfstoff gegen die Schweinegrippe. Also gar nicht.
...wer wirklich Geld dafür ausgibt, dieses Buch zu lesen!
Mir fallen da nur wenige sinnvolle Szenarien ein. Eines wäre eine Wiki, die es auf Plagiate untersucht. :-)
Paging