Stephan Braunfels kämpft um zehn Millionen Euro Schadensersatz und um seine Ehre. Doch das Landgericht hat die Klage abgewiesen.

Der renommierte Münchner Architekt Stephan Braunfels, 56, bekommt keinen Schadensersatz.

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Im Zusammenhang mit dem von ihm verantworteten Bau der Münchner Pinakothek der Moderne hatte sich Braunfels wegen der Kosten seiner Meinung nach zu Unrecht beschuldigt gefühlt und den Freistaat auf zehn Millionen Euro Schadens-ersatz verklagt.

Vertreter des Freistaats hatten dem Architekten vorgeworfen, den Kosten- und Zeitplan beim Bau des 2002 fertiggestellten Museums überschritten zu haben. Die Pinakothek der Moderne hatte 237 Millionen Euro und damit rund 20 Prozent mehr gekostet als geplant.

Das Landgericht München wies am Mittwoch die Klage ab. Bei den damaligen Äußerungen von Verantwortlichen, darunter der ehemalige Kunstminister Hans Zehetmair, habe es sich nicht um Tatsachenbehauptungen, sondern um Meinungsäußerungen gehandelt.

Die 8. Zivilkammer führte nach Angaben ihres Sprechers in dem noch nicht rechtskräftigen Urteil weiter aus: "Die Äußerungen sind daher, auch wenn sie den Kläger in ein schlechtes Licht rücken sollten, nicht rechtswidrig."

Braunfels, der auch Bundestagsbauten in Berlin konzipiert hat, hatte erklärt, durch eine Vielzahl - rufschädigender - Äußerungen Gewinneinbußen erlitten zu haben.

Den Behörden sei es lediglich darum gegangen, ihn - Braunfels - als "querulatorischen" Architekten darzustellen. Darüber hinaus habe Braunfels nach Auffassung der Kammer auch seinen behaupteten Schaden nicht nachvollziehbar darstellen können. (Az.: 8 O 23330/05)

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(dpa/AP)