Bratereien im Test – Holy Burger - Oder: Holy Haidhausen

Wie soll es schon aussehen, wenn ein paar Jungs aus der Werbebranche einen Burgergrill aufmachen? Chic natürlich. Auf eine moderne Weise chic. Ein bisschen auf Abbruchbude gestylt, weiß getüncht, mit Bartresen und kantigen Metallmöbeln. Ein ehemaliges Ladengeschäft in Haidhausen heißt jetzt "Holy Burger". Und - holy cow - wenn es Burger sein sollen, dann diese.

100 Prozent Biofleisch vom Herrmannsdorfer. Verschiedene Variationen und Größen von klassisch über mexikanisch, bis französisch (mit Brie und Schalotten). Auch vegetarische Varianten mit Kichererbse, Schwarzbohnen-Patty oder Rote Bete sind im Angebot. Dazu 100 Prozent Bionaden, Fritz-Kola und original Haidhauser Ingwer-Hibiskus-Mix sowie Salat und empfehlenswerte Coleslaw zum Selbernehmen aus dem Kühlschrank.

Was man bis jetzt sagen kann: Der Laden brummt, nach 19 Uhr wird's eng, und das, obwohl noch ein paar Sachen glatt gezogen werden müssen, die man nicht nur wegen der Gaststättenverordnung, sondern auch der Annehmlichkeit halber brauchen kann. Ein WC zum Beispiel, zu dem man nicht (ausnahmsweise) durch die Garageneinfahrt nebenan muss. Und ein Bier wäre auch recht, was leider, ebenso wie die interessant klingenden Weine, bislang nur zum Mitnehmen ausgegeben wird. (Sofern hier nicht auch mal eine Ausnahme... Aber pssst.)

Das große Manko wird allerdings am nächsten Tag klar, wenn die Kleider genauso riechen wie die leckeren Fritten, die es zum leckeren Burger dazu gab. Die Abzugshaube ist - holy shit - definitiv überfordert. (Patrick Illinger)

Wörthstraße 7, Tel. 089/46229355, www.holyburgergrill.de

Bild: Stephan Rumpf 3. Januar 2014, 11:562014-01-03 11:56:50 © Süddeutsche.de/tba