Die heile Welt der BR-Daily Soap "Dahoam is Dahoam" ist aus den Fugen geraten: Zwei behinderte Kabelhilfen wurden ohne Angabe von Gründen gefeuert. Die Crew ist entsetzt.
Die heile Welt der BR-Daily Soap "Dahoam is Dahoam" ist aus den Fugen geraten: Hinter den Kulissen der quotenstarken Vorabendserie, die in dem fiktiven Dorf Lansing in Dachau gedreht wird, sind von einem Tag auf den anderen zwei behinderte Kabelhilfen ohne Angabe von Gründen gefeuert worden.
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Lansing steht für Heile Welt: Das Foto entstand bei einem Dreh für die BR-Serie Dahoam is Dahoam. (© Archiv-Foto: Heigl)
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Verdi-Gewerkschaftssekretär Jörg Reichel spricht von einem "menschenverachtenden" Vorgang und fordert die sofortige Rücknahme der Kündigung und des Hausverbots, das den beiden Mitarbeitern, einem Ehepaar aus dem Landkreis Dachau, erteilt worden ist. Der 35-Jährige ist seit einem unverschuldeten Autounfall schwer behindert, seine 30-jährige Frau trug eine leichte körperliche Behinderung davon.
Im Drehteam als "Engel" bezeichnet
Die beiden, die seit dem Serienstart im Oktober 2007 mit dabei sind, gelten als besonders engagierte Mitarbeiter, die sich über ihre Aufgaben hinaus auch um das Wohl der Schauspieler kümmerten - im Drehteam wurden sie deshalb als "Engel" bezeichnet. Am 5. März wurden sie mitten aus ihrer Arbeit am Set in Dachau zur Produktionsleitung gerufen, die ihnen die sofortige Kündigung mitteilte.
"Von wegen Dahoam is Dahoam - so vernichtet der BR Existenzen", sagt Gewerkschaftssekretär Reichel. Der Bayerische Rundfunk gab am Dienstag auf Nachfrage der Süddeutschen Zeitung keine Stellungnahme ab. Für Reichel ist der Fall indes klar: Die Kabelhilfen seien abwechselnd vom Co-Produzenten Constantin Film und dann wieder vom BR beschäftigt worden, um aus Kostengründen feste Arbeitsverhältnisse zu vermeiden.
Der BR habe angekündigt, sich von dieser Praxis trennen zu wollen. Schauspieler und Mitglieder des Drehteams hätten sofort protestiert, weil sie die beiden Kollegen halten wollten. Dann habe der 35-Jährige seine Anerkennung als Schwerbehinderter vorgelegt, die ihn fast unkündbar mache. "Eine Stunde später kam der Rausschmiss", sagt Reichel. Die Vorabend-Soap unter dem Motto "Heimat, Herz und Scherz" gilt als Prunkstück der BR-Programmreform von 2007.
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(SZ vom 11.03.2009/hz/pfau)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
Die neueste Antwort
1. Ist kein Kabelträger beim BR fest angestellt, da diese Tätigkeit als Nebenjob für Schüler und Studenten gedacht ist und nicht als Vollzeitarbeit, die beiden sind also nur aus Kulanz von der Konstantin übernommen worden.
2. Von wegen Engel, die beiden waren vielleicht zu Schauspielern etc. nett, aber zu Kollegen alles andere als engelhaft, weshalb sich auch sehr viele andere Kabelträger, die einmal bei Dahoam gearbeitet haben, danach weigerten, dort wieder hinzugehen.
3. Von wegen Scheinheiligkeit: Hier wird doch nur die Behindertenkeule hervorgeholt um Mitleid zu erregen, ich glaube eher, dass die beiden die Gründe für ihre Kündigung nicht angeben wollten.
Vor Weihnachten wird für die armen behinderten gebettelt, und wenn mal wirklich einer , von den mit GEZ- Zwangsgeldern hochbezahlten Damen und Herren einen Job will, wird Ihm der Stuhl kommentarlos vor die Tür gestellt.
Um am Abend in den ach so beliebten Quasel-Sendungen den armen Bäcker zu bedauern der wegen einem verkosteten Brotaufstrich fristlos gefeuert wurde.
Ich liebe diese Scheinheiligkeit.