Gestiegene Lohnkosten und rückläufige Absatzzahlen: Die Münchner Brauereien erhöhen die Preise wegen der schlechten Konjunktur um bis zu fünf Prozent.
Nach den gestiegenen Energiekosten und deutlich angehobenen Mieten in München soll nun auch das Bier wieder teurer werden. Nach Informationen der SZ planen die Brauereien, ihre Bierpreise um drei bis fünf Prozent zu erhöhen. Eine Vorreiterrolle in dieser Stadt nehmen dabei die Marken Löwenbräu, Franziskaner und Augustiner ein. Sie heben ihre Preise bereits zum 1. Februar an. Die anderen hiesigen Brauereien scheinen derzeit noch schwer am Rechnen zu sein: Weil der Gesamtabsatz rückläufig ist, sind sie offenbar nicht sicher, in welcher Höhe Preissteigerungen den Kunden noch zuzumuten sind.
Nach den gestiegenen Energiekosten und deutlich angehobenen Mieten in München soll nun auch das Bier wieder teurer werden. (© Foto: dpa)
Anzeige
Die Münchner Marken Löwenbräu und Franziskaner haben ihre Kunden bereits von der bevorstehenden Preiserhöhung informiert. So werden alle Inbev-Fassbiere, zu denen auch Spaten, Franziskaner und Löwenbräu gehören, einheitlich um fünf Euro pro Hektoliter teurer. Auch wer auf Flaschenbier setzt, muss bei Löwenbräu künftig fünf Euro mehr für den Hektoliter zahlen.
Anhebung zum 1. April
Der Preis für den Kasten Franziskaner-Weißbier mit 20 Flaschen á einem halben Liter steigt um 25 Cent. Auch von der Augustiner-Brauerei ist zu vernehmen, dass Preissteigerungen anstünden. Wie Brauerei-Chef Jannik Inselkammer der Süddeutschen Zeitung bestätigte, solle die Erhöhung seiner Bierpreise ebenfalls bereits zum 1. Februar erfolgen. Genaue Zahlen kann er nicht nennen, weil die Vertriebs- und Abnehmerstruktur sehr komplex gestaltet sei, aber "zwischen drei bis fünf Prozent wird sich das Ganze schon bewegen".
Auch Paulaner und Hacker-Pschorr werden ihre Preise anheben - allerdings wird dort noch eifrig gerechnet, wie diese Preissteigerungen aussehen können. Fest steht aber bereits, dass die Anhebung zum 1. April erfolgen soll. Einzig der staatliche Hofbräu will heuer nichts mehr in Sachen Preiserhöhung unternehmen - zumindest nicht im Inland. Wie Brauereisprecher Stefan Hempl sagte, habe Hofbräu bereits im vergangenen Jahr die Preise um 5,5 Prozent angehoben - für die Gastronomie habe dies mit rund neun Euro pro Hektoliter zu Buche geschlagen, im Handel seien es sechs Euro für Flaschen- und Fassbier ab Rampe gewesen.
Zwischen vier und fünf Prozent je nach Land und den dortigen Gegebenheiten habe Hofbräu die Preise für den weltweiten Markt zum 1. Januar diesen Jahres gesteigert. 2009 würden daher zu diesem Thema keine weiteren Gespräche mehr geführt, so Hempl. "Schließlich beruhigen sich die Rohstoffpreise ja wieder ein wenig - und das ist der Hauptkostenfaktor für uns", sagt er.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
- Thema
- Stadtleben RSS
- Zehn Dinge, die Sie noch nicht wissen über ... Bier 31.10.2008
- Blaulicht-Schmankerl Bus da, Bier weg 11.12.2008
- Suchtbekämpfung Wirbel um Bier-Pläne 21.12.2008
- Münchner Frühlingsgefühle Sonne auf der Haut 27.04.2010
- 851. Stadtgeburtstag Liebes München! 20.04.2010
- Gewinner der Konzertkarten Karten für Phillip Boa 20.04.2010
- Joggen in München München läuft ... aber wo? 06.04.2010
Partyzone Flußufer
Die neueste Antwort
..deshalb trinken wir nur Schneider Weizen, Weltenburger Dunkel, Weltenburger anno 1050. Alles Bier aus der Heimat und gut gebraut, sogar katholisches Bier! Da brauch ich kein Müchner Hell. Haben sich die Brauereien vielleicht noch selbst die Miete ihrer Häuser erhöht?
Die Millionen-Gewinne am Oktoberfest dank Ausnahme vom Rauchverbot dürften doch eine Bierpreiserhöhung überflüssig machen!
Ich für meine Person trinke schon zweieinhalb Jahre kein Münchner Bier mehr.
Zum einen wegen dem Schörghuber und Löwenbräu Einheitsgeschmack
und zum anderen wegen der dauern mit fadenscheinigen Begründungen
verteuerten Preisen.
Es gibt in Ober- wie Niederbayern Gott sei Dank noch einige Familien- oder Genossenschaftsbrauereien wo Bier noch nach Bier schmeckt.
z.B. Kloster Reuthberg,oder Andechs, oder Karg, oder Flötzinger, oder.......
Prost dem verwöhntem Biergeniesser
Hans Bernwieser Münsing
Wenn Augustiner seine Preise erhöht, ist das doch eine Gelegenheit, die kleineren Brauereien aus dem Münchner Umland zu probieren. Damit erweitert man seinen Geschmackshorizont, und andere freuen sich über einen höheren Absatz :-)
Löwenbräu und Franziskaner betreffen mich nicht, ersteres taugt nur für Radler, zweiteres gar nicht. Das ist natürlich nur mein subjektives Geschmacksempfinden, also nicht beleidigt reagieren.
Vor akkurat einem Jahr haben wir das Gleiche gelesen. Gebracht hat es scheinbar viel.
Und in Bayern steigen auch die Preise, wenn die Nachfrage fällt. Umgekehrt: Wenn die Nachfrage steigt, dann steigen die Preise auch.
BWL für Dummies ....
NIcht ganz so schlimm. Gott sei dank ist unser Satz von der ARGE in diesem Jahr um 40 Euro pro Monat angehoben worde. Das kompensiert den Bierpreis völlig.
Paging