Nichts gewusst und nicht genau hingeschaut: Den Schäfflern tut ihr Auftritt im Anschluss an eine Veranstaltung von Rechtsextremen leid.

Die traditionelle Schäffler-Tanzgruppe hat ihr Bedauern über einen Auftritt nach einem Rechtsextremen- Treffen am Sonntag in München erklärt. "Wir wollen mit solchen Kreisen nicht in Verbindung gebracht werden", teilte der Fachverein der Schäffler Münchens mit. Vor Ort sei aber nicht erkennbar gewesen, dass es sich um die Veranstaltung einer rechtsradikalen Gruppe gehandelt habe.

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Die Süddeutsche Zeitung hatte in ihrer Dienstagausgabe berichtet, dass ein Münchner Republikaner-Stadtrat zu dem Treffen im Stadtteil Pasing geladen und auch die Tanzgruppe bestellt hatte.

Unter den Anwesenden sei auch der Chef der sächsischen NPD, Holger Apfel, gewesen. Anschließend hätten die Schäffler ihren volkstümlichen Tanz auf der Straße aufgeführt.

Ihm sei auch die Parteizugehörigkeit des Stadtrats nicht bekannt gewesen, sagte der Vorsitzende des Fachvereins der Schäffler Münchens, Willi Schmid. Auch würden die Veranstalter im Vorfeld nicht überprüft. Schmid räumte in diesem Zusammenhang eine "gewisse Blauäugigkeit" ein. "Aber wir hatten einen solchen Fall auch noch nicht", betonte er.

Der Tanz der Fassbinder (Schäffler) wird seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1702 alle sieben Jahre aufgeführt. Die Schäffler sollen sich nach der Pest im Jahr 1517 als erste in ihrer Handwerkstracht auf die Straßen getraut und die Münchner Bevölkerung mit einem Tanz ermuntert haben.

(sueddeutsche.de/dpa)

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