Bayern-Präsident und SPD Hoeneß will Reiter helfen

Der Präsident des FC Bayern München will im OB-Wahlkampf den SPD-Kandidaten Dieter Reiter unterstützen. Zugleich kritisiert Uli Hoeneß den amtierenden OB Christian Ude scharf - der tue oft nur Dinge, die für sein Image von Vorteil seien.

Von Peter Fahrenholz und Christian Krügel

Lob für Reiter, Kritik an Ude: Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München.

(Foto: dapd)

Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, hat angekündigt, im Oberbürgermeister-Wahlkampf den SPD-Kandidaten Dieter Reiter zu unterstützen. "Wenn Herr Reiter Unterstützung braucht, bin ich auf seiner Seite, weil ich ihn für gut halte", sagte Hoeneß im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung.

Im Landtagswahlkampf helfe er aber Ministerpräsident Horst Seehofer. Dessen Herausforderer, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), kritisierte er zugleich scharf: "Die Stadt hat einen Oberbürgermeister, der oft nur Dinge tut, die für ihn und sein Image von Vorteil sind. Er ist nicht mutig, er riskiert nichts."

Der Bayern-Präsident warf Ude vor allem Versäumnisse im Sportstättenbau vor. Die Stadt habe das Grünwalder Stadion zum Schaden von 1860 München viel zu lange verfallen lassen, neue Arenen sei nur gebaut worden, wenn Großveranstaltungen bevorstanden. "Wenn eine Stadt eine Sporthochburg sein will, muss sie aber diese Sportstätten bauen, wenn der Bedarf da ist und nicht nur wegen Olympia", sagte Hoeneß der SZ. Die Stadtpolitik kümmere sich nicht ausreichend um die Interessen der Vereine und des Breitensports.

In dem Interview rief er insbesondere wohlhabende Münchner zudem zu mehr sozialem Engagement auf: "Leute, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, müssen bereit sein, Teile ihres Vermögens einzusetzen, damit die Probleme kleiner werden."

Das ganze Interview lesen Sie in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung.