Von Von Doris Näger

Noch ist das Wasser in der Isar zu eisig. Aber die Badefans liegen wartend am Ufer - und stehen vor der Frage: Darf nun endlich in der Isar gebadet werden? Offiziell ist der Sprung in den Gebirgsfluss noch nicht erlaubt. Aber das Wasser ist schon deutlich sauberer geworden.

Das Städtische Gesundheitsreferat, das letztlich über die Freigabe der Isar entscheidet, gibt vorerst noch kein grünes Licht. "Wir raten noch davon ab, in der Isar zu baden, sind aber von der Warnung davor bereits abgerückt", sagt der Leiter des Sachgebiets Stadthygiene, Stefan Schweitzer.

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Die UV-Desinfektionsanlagen, die im Zuge der Isar-Renaturierung bis Oktober vergangenen Jahres in sechs Klärwerke südlich von München eingebaut wurden, müssen noch auf ihre dauerhafte Funktionsfähigkeit überprüft werden. Fachleute entnehmen regelmäßig Wasser und überwachen die Konzentration von Darmbakterien. Das erste Jahr sei noch eine Erprobungsphase, sagt Schweitzer.

Beispielsweise können "Kinderkrankheiten an den Anlagen" auftreten und sie lahm legen. Außerdem weiß man noch nicht, wie sich die Wasserqualität im Laufe des Sommers entwickelt, wie stark Regen, Regenüberläufe innerhalb der Stadt oder Wasservögel die Qualität beeinträchtigen. "Bei einem Fluss kann man die Qualität nur im Rückblick bewerten", sagt Schweitzer. Die Proben seien Momentaufnahmen. Deshalb müsse man das Jahr noch abwarten. Erst am Ende der Badesaison könnten die Ergebnisse bewertet werden.

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