Das Gas mit der Bremse verwechselt: Ein 80-Jähriger ist mit seinem Auto in einen Kindergarten gerast - und hat nur knapp eine Gruppe von Kindern verfehlt.
Dieser Unfall hätte in einer Katastrophe enden können. "Aber wir hatten 16 Schutzengel", sagt Irina Dimou, die im Münchner Osten an der Waldtruderinger Straße die private Kinderkrippe "Dorotheas Däumling" betreibt. Am Dienstagmorgen, gerade als die Kinder beim Weihnachtsfrühstück mit Plätzchen und Tee saßen, krachte ein Mercedes durch die Glaswand in das Gebäude. Kaum einen Meter vom Tisch entfernt, an dem die Kinder saßen, kam er zum Stehen. Weder die elf Kleinkinder, die sich im Raum befanden, noch die zwei Betreuerinnen wurden verletzt.
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Nur um ein Haar verfehlte ein 80-Jähriger eine Gruppe von Kindern, nachdem er die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte und in einen Kindergarten raste. (© Foto: Thomas Gaulke)
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Der 80-jährige Rentner, der am Steuer saß, hatte an der Kreuzung zur Wasserburger Landstraße an der roten Ampel halten wollen, dabei aber nach Polizeiangaben das Brems- mit dem Gaspedal verwechselt. Der schwere Mercedes driftete zur Seite, schob zwei vor dem Haus aufgestellte Steinpoller vor sich her, krachte durch die Glasscheibe und riss die Heizung aus der Verankerung.
Für die Kinder war der Unfall eher spannend
Die Betreuerinnen hätten zwar einen Schock erlitten, sagt Irina Dimou, die zu diesem Zeitpunkt zuhause im Büro gearbeitet hatte, "aber sie haben trotzdem ausgezeichnet reagiert". Sie brachten die Kinder in eine im Haus gelegene Arztpraxis, "aus der Gefahrenzone heraus". Schließlich tropfte Treibstoff aus dem Tank des Wagens. Beim Arzt konnten die Eltern ihre Kinder abholen.
Die Kleinen hätten das Ganze eher spannend gefunden, erzählt Irina Dimou, die selbst vier Kinder hat. "Dass die Feuerwehr anrückte, gefiel den meisten recht gut." Ihre Krippe, in der 24 Kinder im Alter bis zu drei Jahren betreut werden, hatte sie erst im vergangenen Jahr aufgemacht. Am Nachmittag, als die große Glasfront notdürftig verschalt wurde, stand sie buchstäblich in den Trümmern ihrer Existenz. Einen Raum kann sie noch nutzen, der andere muss komplett renoviert werden. Der Boden ist mit Öl und Glassplittern verschmutzt. "Aber Hauptsache, es ist niemandem etwas passiert."
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(SZ vom 23.12.2009/hes)
Die neueste Antwort
Genau so ist es. Warum sollte ein alter Mensch der eh unter Umständen schon geistig stark nachgelassen hat selbst erkennen können daß er nicht mehr fahren kann? Und wieso soll der Staat auf die kümmerliche Karte setzen daß sowas klappt? Wenn ich mir mal das Unverständnis alleine in diesem Thread anschaue bleibt mir nur sarkastisch festzustellen daß sich das Problem eines Tages von selber lösen wird: Nachdem der Gesetzgeber tut als sähe er das Problem nicht wird es immer mehr und immer schlimmere Unfälle mit alten Leuten geben wo zum Beispiel die kleinen Kinder gerade NICHT zufällig woanders stehen. Und befeuert von den dann plötzlich empört und ganz überrascht aufheulenden Massen sind entsprechende Altersprüfungen dann ganz schnell auf dem Tisch! Schade daß es trotz so viel herumlaufender Hirne oft nur auf diese Weise geht - obwohl die Katastrophe dermaßen absehbar ist, würde man nur mal die Glubschäuglein öffen!
...den der Anteil der alten Autofahrer steigt.
So lange mit z.B. ab 70 Jahren kein Zwangstest auf Fahrtüchtigkeit gemacht wird, werden diese Unfälle steigen.
Und hört mir auf mit der Eigenverantwortung. Kaum jemand gibt seinen Schein freiwillig ab. Ich habe es bei meinem Vater (80 ) gesehen. Er fuhr trotz kleinen Unfällen immer weiter bis er einen Radlfahrer erwischte ( Armbruch + Gehirnerschütterung ).
Ein Test hätte es uns sehr ermöglicht, ihn vom Steuer wegzukriegen ohne den Familienfrieden zu zerstören. So war uns der Familienfrieden wichtiger als das Risiko eines schweren Unfalls. Klingt hart, ist aber in fast allen Fällen so.
Und eine Diskriminierung kann ich auch nicht erkennen, da ja alle Autofahrer ab 70 zum Test müssen. Es erwischt also jeden mit 70.
Und die jungen Autofahrer als Vergleich ziehen auch nicht. Die können körperlich gesehen Autofahren, die Senioren oft nicht mehr.
Für Dummheit der Jungen gibt es keinen Test, den man machen könnte. Härtere Strafen wären hier allerdings angebracht.
Ich hab mich schon zu Pseudovergleichen geäußert und vll zu Äpfeln und Birnen, insofern spare ich mir das mit den Jugendlichen weiter zu kommentieren.
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