Von Susanne Popp und Marcel Kammermayer

Stars zwischen Glamour und Privatleben: Die Fotografien von Frank Worth porträtieren Leinwand-Ikonen der vierziger und fünfziger Jahre.

Hollywood lebt von Glanz, Glamour - und von Paparazzi, die die Stars ins strahlende Scheinwerferlicht rücken. Dennoch verbindet beide Seiten meist einzig der Blick auf Ruhm und Reichtum. Ein Fotograf als Freund und Vertrauter der Leinwandgrößen? Heute kaum vorstellbar.


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Fokus Hollywood

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Anders in den vierziger und fünfziger Jahren: Frank Worth portraitierte in seinen Bildern Hollywood-Ikonen in privaten und intimen Momenten. Abseits der roten Teppiche ermöglichen seine Bilder einen Blick auf die Charaktere hinter der Hochglanz-Fassade. Es sind Selbstdarstellungen von Menschen, die Publicity gewohnt sind und dennoch Verletzlichkeit und Rückzug offenbaren.

Aus Loyalität verzichtete Frank Worth zeitlebens auf eine kommerzielle Veröffentlichung. Nach seinem Tod im Jahr 2000 fand seine Familie diese einzigartigen Fotos. Über 1.000 fasziniernde Bilder, von denen das Londoner Auktionshaus Christies schwärmt: "The most extraordinary collection of its kind in the past 50 years!"

Die Highlights dieser Sammlung - von Marilyn Monroe über James Dean bis hin zu Sammy Daviy Jr. - werden ab dem 26. März erstmals in Deutschland gezeigt. Nach Stationen in Manchester und London gastiert die Ausstellung "Hollywood Legends" bis zum 16. Mai im Amerika Haus in München.

Stars in Szene gesetzt

Insgesamt werden in den Räumen am Karolinenplatz 28 Exponate gezeigt, darunter Ikonen der Filmgeschichte wie James Dean.

Der Schauspieler raste mit seinem Porsche mit nur 24 Jahren in den Tod. Kurze Zeit später machte ihn der Film "... denn sie wissen nicht, was sie tun" zum Idol der Jugendrebellion gegen die starren Konventionen der 50er Jahre. Frank Worth Bilder zeigen Dean als eine Identifikationsfigur für Generationen, aber auch den Menschen hinter dem Mythos.

Dieser Balanceakt zwischen einstudiertem Medienimage und privatem Charakter ist es, der Worth Fotografien kennzeichnet. Marlon Brando - zugleich als Sexsymbol und politisch engagierten Charakterdarsteller. Elizabeth Taylor - als glamouröse Diva und abseits des Broadway, energisch und witzig. Eine Gratwanderung, die nur dank des Vertrauens der Portraitierten in den Fotografen möglich wurde.

Die Bilder von Frank Worth sind somit weder Schnappschüsse noch Abziehbilder. Sie stellen einfühlsame Portraits und Zeugnisse der letzten goldenen Ära Hollywoods dar.

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(sueddeutsche.de/pfau)