Er hatte mit seiner Frau 52 Jahre lang eine glückliche Ehe geführt. Als sich die ersten Symptome einer Hirnschwunderkrankung zeigten, töte der Rentner seine Frau mit 17 Messerstichen.
Mitleid war das Motiv eines 78-jährigen Rentners für die Tötung seiner gleichaltrigen an Alzheimer leidenden Frau. Der ehemalige Inhaber eines Elektrogeschäfts ist am Donnerstag vom Schwurgericht München II wegen Totschlags im Zustand verminderter Schuldfähigkeit zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Sein Anwalt erwägt ein Gnadengesuch für den inzwischen selbst pflegebedürftigen Angeklagten.
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Er hatte mit seiner Frau 52 Jahre lang eine glückliche Ehe geführt. Vor zehn Jahren zeigten sich erste Symptome der heimtückischen Hirnschwunderkrankung, die Patientin kam im März 2002 in ein Pflegeheim.
An einem September-Tag 2002 brachte der Ehemann sie heim und tötete sie dort mit 17 Messerstichen. Der Angeklagte weiß nicht, was damals "über mich gekommen ist". Er wollte damals aus dem Leben scheiden, wurde aber gerettet. "Es wäre schön, wenn wir miteinander hätten sterben können und nicht einer allein zurückbleibt", bedauerte der alte Mann.
(sueddeutsche.de/dpa)
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