Auftakt der Sicherheitskonferenz Verhaltener Protest

Israel, so Gohari damals, kontrollierte Palästina völlig. Die Israelis "dürfen Razzien machen, dürfen jeden verhaften". Gohari: "So etwas hat es in der Geschichte von Besatzungsregimes auf der ganzen Welt nicht gegeben." Ein anderer Reder sprach am Freitag vom "radikal-zionistischen Terrorstaat Israel", der für das "Massaker" und die "Massenschlächterei" im Gaza-Streifen verantwortlich" sei.

Die Kundgebung verlief friedlich. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot präsent. Am Nachmittag zeigte die Polizei zwei Passanten an, nachdem diese Beamte beleidigt hatten. CSU und FDP kritisierten den Protest gegen die Sicherheitskonferenz. Der Münchner FDP-Chef Rainer Stinner nannte es "einfach lächerlich, zu behaupten, dort würden Angriffskriege geplant".

Der CSU-Fraktionschef im Stadtrat Josef Schmid nannte den Aufruf "sehr bedenklich". Für Verstimmungen auf Seiten der Friedensbewegung sorgte, dass Thomas Mohr von Pax Christi einer Einladung des Konferenzleiters Wolfgang Ischinger folgte und als Beobachter dabei ist. Hagen Pfaff vom Netzwerk Attac warf Thomas Mohr vor, er lasse sich "als Feigenblatt missbrauchen".