Ein Betrunkener hat wahllos an einer Haustür geklingelt und den Bewohner mit der abgebrochenen Bierflasche attackiert. Anschließend würgte er ihn.
Im Vollrausch hat ein 25-jähriger Münchner in der Nacht auf Freitag wahllos an einer Haustüre in Nymphenburg geklingelt und einen 75-jährigen Mann zuerst mit einer abgebrochenen Bierflasche am Hals verletzt und ihn anschließend gewürgt.
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Eine halbe Stunde später ging der Betrunkene auf einen Tankwart los, dieser konnte ihn jedoch überwältigen und der Polizei übergeben. Nach Auskunft der Pressestelle könne man auch nach der Vernehmung des 25-Jährigen noch keine Angaben zum Motiv machen. Am Freitagnachmittag wurde gegen den mutmaßlichen Täter ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.
Der Alkohol scheint im Leben des 25-jährigen Elektrikers eine größere Rolle zu spielen: Bei der Polizei war er schon aufgefallen wegen Trunkenheit am Steuer - und auch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag trank der ledige Mann zu Hause in seiner Wohnung in rauen Mengen: 2,28 Promille Atemalkohol zeigte der Alkomat nach den Taten an. Derart betrunken hatte er gegen Mitternacht das Haus verlassen, "um Leuten weh zu tun", wie er später sagte.
Nach Angaben der Polizei klingelte der Mann gegen 0.15 Uhr wahllos an einem Haus in der Hubertusstraße. Ein 75-jähriger Landwirt öffnete. Sofort attackierte der Betrunkene den Rentner mit einer Bierflasche. Als diese zerbrach, stieß der 25-Jährige mit der abgebrochenen Flasche in den Hals seines Opfers.
Doch der 75-Jährige hatte Glück: Die Glaskante verfehlte seine Halsschlagader, die Schnitte zogen sich nur über die Hautoberfläche. Anschließend würgte der Betrunkene den Rentner, bis dessen Neffe dazwischenging. Er konnte den Angreifer mit Fußtritten von seinem Onkel wegstoßen. Dann lief der 25-Jährige davon.
Etwa eine halbe Stunde später folgte der nächste Angriff: An der Wilhelm-Hale-Straße, der Verlängerung der Hubertusstraße, marschierte der Elektriker an der Shell-Tankstelle in den Shop. Dort ging er auf einen 25-jährigen Tankwart los. Dem Tankwart gelang es jedoch, den betrunkenen Angreifer zu überwältigen. Der Täter gab schließlich auf, wartete in der Tankstelle auf das Eintreffen der Polizei und ließ sich anschließend widerstandslos festnehmen.
Wieso der 25-Jährige in der Nacht plötzlich Amok lief, ist für die Polizei noch ein Rätsel. Nach Erkenntnissen vom Freitag gab es keinerlei Beziehungen zwischen Täter und Opfer. Der 75-jährige Landwirt lebt normalerweise in Kenia und ist zur Zeit bei seinem Neffen in München zu Besuch. Auch bei dem Tankwart geht die Polizei von einem Zufallsopfer aus.
Der 25-Jährige wurde am gestrigen Freitag vernommen und anschließend noch von einem Gerichtspsychiater untersucht. Dieser sollte feststellen, ob der Täter psychisch erkrankt ist und in eine Klinik eingewiesen werden muss, oder ob der 25-Jährige in Untersuchungshaft genommen werden kann. Offenbar bescheinigte der Arzt dem Elektriker Haftfähigkeit, denn am späten Nachmittag erließ ein Richter Haftbefehl.
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(SZ vom 09.08.2008/sonn)
Umweltstiftung WWF in der Kritik
Die neueste Antwort
Schlaues Kerlchen, dieser Elektriker.
Wer ordentlich einen in der Krone hat, ist nicht zurechnungsfähig. Also immer erst ordentlich saufen und dann totschlagen.
Jetzt noch ein Psychiater, der ein frühkindliches Trauma, wegen dem Tod des geliebten Meerschweinchens attestiert und der Elektriker kann mit einem milden Urteil rechnen.