An der Berduxstraße Lokalpolitiker fordern S-Bahn-Halt

Die Forderung nach einem S-Bahn-Halt an der Berduxstraße wird lauter. Der Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing appelliert an die Stadt, sich für eine Machbarkeitsstudie stark zu machen. Darüber hinaus soll die Stadt das Bauvorhaben vorfinanzieren, das letztlich der Freistaat bei der Bahn in Auftrag geben muss. Diesen Vorstoß haben die Stadtviertelpolitiker in ihrer jüngsten Sitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen. "Wir wollen ein starkes Zeichen an die Stadt senden, dass wir diesen Bahnhof wollen", betonte Sven Wackermann (CSU). Damit der örtliche Bezirksausschuss allerdings das Signal der Einstimmigkeit an den Stadtrat senden kann, bediente man sich eines Tricks der Geschäftsordnung: Um Christian Müllers (SPD) ablehnende Haltung zu kaschieren, wurde dieser im Protokoll als abwesend gelistet.

Der neue Haltepunkt soll die Bewohner des Neubaugebiets an der Paul-Gerhardt-Allee an das Schienennetz der Linie S 2 anbinden. In zwei Jahren werden dort etwa 6100 Neubürger leben, schätzt das Planungsreferat. Den Bau eines neuen S-Bahnhofs müsste der Freistaat Bayern in die Wege leiten; im nächsten Schritt soll dann der Stadtrat die entsprechenden Behörden auffordern, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen. Nach einer Schätzung des Verkehrsberatungsunternehmens Intraplan Consult GmbH, das im Zuge der Erschließung des Neubaugebiets entstanden war, würden sich die Kosten für das Bauvorhaben auf etwa 14 Millionen Euro belaufen. Mitglieder des Bezirksausschusses stellten diese Zahl aber in Frage: Realistischer seien zehn Millionen Euro.