Dieses Mal kann man den Verantwortlichen der Münchner S-Bahn keinen Vorwurf machen: Die Randale beim "Abschiedssaufen" konnten sie nicht verhindern. Hier haben Rowdys im Schutz der Masse ihrer Zerstörungswut freien Lauf gelassen. Der Ruf nach mehr Polizei ist dennoch nicht hilfreich.
Um gleich mit einem gerne und schnell gemachten Vorwurf aufzuräumen: Vorbereitet waren die Verantwortlichen von S-Bahn und Bundespolizei auf das, was da am Samstagabend auf der Stammstrecke geschehen ist. Die Bahn hatte Sicherheitsleute an allen Stationen postiert, die Polizei war mit viermal mehr Leuten im Einsatz als an einem normalen Samstag. Auch die Reinigungskräfte kehrten und putzten den Dreck, den die Feierwütigen in der Nacht hinterlassen hatten, so gut und so schnell es eben ging zusammen.
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Dass das "MVV-Abschiedstrinken" am Ende entglitt und insgesamt 50 S-Bahnen beschädigt in die Werkstatt rollten, liegt einzig und allein daran, dass Rowdys und Randalierer keine Grenzen kennen. Dass sie Veranstaltungen, die von vielen Menschen besucht werden, nutzen, um dort ihrer Lust an der sinnlosen Zerstörung freien Lauf zu lassen - egal, ob es sich dabei um ein Fußballspiel handelt oder ein "MVV-Abschiedstrinken".
Schlimm ist auch, dass sich offenbar im Schutz der Masse so mancher dazu hinreißen lässt, Sachen zu zerstören oder gar Bahn-Mitarbeiter zu bespucken - also Dinge zu tun, die er im Alltag (und ohne übermäßigen Alkoholgenuss) vermutlich nie getan hätte.
Der Ruf nach noch mehr Polizei und noch mehr Sicherheitsleuten, nach drakonischen Strafen und einem harten Durchgreifen der Justiz im Nachhinein, um solche Phänomene einzudämmen, ist wenig hilfreich. Natürlich muss die Polizei nun die Randalierer ermitteln und die Gerichte müssen sie bestrafen. Vor allem aber muss sich ein gesellschaftlicher Grundkonsens durchsetzen: Auch bei Facebook-Partys und nach ein paar Bier gelten grundlegende Regeln des Anstands.
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(SZ vom 12.12.2011/tob)
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"[...] und ich besitze kein Auto, das mir verkratzt werden kann.[...] "
Jetzt hab ich's: Sie wollen sagen, für die S-Bahn München wäre es das einfachste, wenn sie überhaupt keine S-Bahnen hätte. Dann könnte sie ihnen auch keiner kaputt machen.
Sie sind ein ganz schön innovativer Fuchs ;-)
Nun ist es da, das Alkoholverbot in der S-Bahn und die Partygaenger zeigten auch hier das selbe Bild in der Gesellschaft. Die meissten waren nur zu Feiern da gewesen und hatten ihren Spass gehabt. Aber eine kleine radikale Minderheit benutzt diese Feier dazu das zu machen was sie am besten koennen, staenkern und zerstoeren. Mich wundert das Alkoholverbot auch, doch ich habe bei meinen S-Bahn fahrten auch kein Bier getrunken, dass konnte ich danach auch in einer Kneipe oder aehnlichen nachholen, wenn denn der Durst sehr gross war. Leider ist es so das einige immer am Gaengelband gefuehrt werden muessen, dass in allen Bereichen.
.... habe ich schon lange mir gemacht und ich besitze kein Auto, das mir verkratzt werden kann. Und für mein Fahrrad habe ich ein ordentliches schloß, damit ich mich nicht wundern muss, wenn es gestohlen wurde. Ich habe also auch hier weiter gedacht! Nur sie meinen hier eine Blümchenwelt sich zusammenzuträumen müssen, die es nicht gibt, in der alles Gut ist und nichts schlecht.
Man muss auch auf des Schlecht vorbereitet sein!
Insofern war ich auch hier inovativer als Sie.
"Wenn die Bahn bzw. S-Bahn sich ein anderes Konzept ausgedacht hätte?
Z.B: einen Partyzug, also einen s-Bahnzug zur Verfügung gestellt, der sowieso schon halb abgehalftert gewesen wäre und man hätte die Partyleute mit diesem zwischen Hackerbrücke und Ostbahnhof pendeln lassen.
Dann wäre wohl auch der schaden und die Beanstandungen geringer gewesen."
Sicher.
Wenn Ihnen, was ich Ihnen nicht wünsche, mal jemand das vor der Tür geparkte Auto zerkratzt oder anzündet, denken Sie vielleicht noch mal über Ihre Worte nach. Dann hätten Sie das nämlich einfach verhindern können, indem Sie neben Ihr schönes Auto ein altes, eh schon kaputtes gestellt hätten. Und die Kriminellen hätten dann - natürlich - Ihr Auto in Ruhe gelassen und statt dessen das alte beschädigt ...
Manchmal hilft das Prinzip "erst nachdenken, dann schreiben" ...
Wer nicht mal in der Bahn auf Alkohol verzichten kann, ist krank und sollte sich in Behandlung begeben.
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