Von Miriam Montag

5500 Münchner Schüler schwitzen derzeit über ihren Abitur-Prüfungen. Mit einigen Entspannungsübungen werden die Klausuren halb so wild.

Die Nerven der Abiturienten liegen blank. Nach monatelanger Lernerei, unzähligen gefühlten und echten Nervenzusammenbrüchen und so manchen durchwachten Nächten hilft nun kein Jammern und kein Stöhnen mehr: Die Abituraufgaben für das Jahr 2010 sind gedruckt und warten sicher verschlossen darauf, dass sich das Wissen aus 13 Jahren Schulbildung über sie ergießt.

Abitur in München

5500 Münchner Schüler lösen bis 21. Mai Abitur-Aufgaben. (© Foto: dpa)

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Wer sich selbst durchs Abitur gekämpft hat weiß: schlimmer geht's nimmer! Doch nicht nur die Nerven der Prüflinge sind zum Zerreißen gespannt, auch Eltern, Freunde und nicht zuletzt die Lehrer fiebern dem Tag entgegen, an dem "endlich alles vorbei" ist.

In diesem Schuljahr streben etwa 5500 Münchner Schülerinnen und Schüler die Allgemeine Hochschulreife an. Seit vergangenem Donnerstag laufen die Prüfungen - am Freitag, 21. Mai, sind die letzten. Ein guter Teil ist bereits geschafft: Die Grundkurse sowie die Sprachen Italienisch, Russisch, Spanisch und das Graecum haben die Abiturienten schon hinter sich.

Am Montag schwitzen die Schüler der Leistungskurse Religion, Geschichte, Sozialkunde, Wirtschaft/Recht, Geografie, Sport, Musik und Kunst über den Prüfungsbögen.

Für die Absolventen in Deutsch und Englisch geht es ohne Verschnaufpause weiter, die Physiker können sich erst einmal bis zum 21. Mai erholen. Am 14. Mai ist, dank des Kirchentages, ein blauer Tag für alle.

Das Colloquium mit den mündlichen Prüfungen ist in der Zeit von Montag, 7. Juni, bis Freitag, 11. Juni. Öffentlich entlassen werden die Abiturienten allerdings erst am 25. Juni, wenn an den 48 Münchner Gymnasien die sehnlichst erwarteten Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife ausgestellt werden.

Bis zur feucht-fröhlichen Abifeier mit Buffet, Sekt und munteren Lobesreden müssen sich die Schüler aber noch durch mächtig durchbeißen: Es stehen ihnen noch zwei harte Wochen mit viel Schweiß und Tränen bevor.

Aber bekanntlich wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Zur Beruhigung: Mehr als 99 Prozent aller bayerischen Abiturienten erreichen das langersehnte Ziel. Es sei denn, man macht durch exzessives Spicken auf sich aufmerksam.

Auf der nächsten Seite: Tipps einer Entspannungstrainerin.

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