Von Christina Maria Berr

Schluss mit PR-Auftritten von Paris Hilton, Verona Pooth und Co. Auf der Wiesn ist Werbung verboten. Explizit. Und sonst? Es gibt eine Menge Neuerungen. Mit Bildern von den Wiesn-Souvenirs.

Keine Werbung mehr auf dem "schönsten Gelände der Welt", erklärt Tourismus-Chefin Gabriele Weishäupl. Das sei nun explizit verboten, sagt sie und liest Paragraph 42 der Betriebsvorschriften vor, der nun keine "Modeschauen, Promotionaktionen, Benefizveranstaltungen, Pressetermine" mehr erlaubt.

Damit reagiere die Stadt auf die Promoaktionen von Paris Hilton, Verona Pooth und anderen im vergangenen Jahr. Auch Samba-Tänzerinnen seien verboten. "Wir wollen kein Big Brother auf dem Oktoberfest", sagt Gabriele Weishäupl auf der Pressekonferenz zur 174. Wiesn in München.

Was stattdessen erlaubt ist: Brotzeit darf man selbst mitbringen, wenn man sie im Biergarten isst. Das entspricht einer alten Biergartentradition. Ebenfalls traditionell ist das Fahrgeschäft Pemperlprater aus der Biedermeierzeit, das älteste Karussell der Welt, das heuer zum ersten Mal auf der Wiesn zu sehen ist. Auf diesem Karussell ist die Tourismuschefin schon als Kind gefahren.

Außerdem gibt es eine neue Gaudi-Schaukel, einen neuen Autoscooter, einen Hammerschlag - eine Art Hau-den-Lukas, auf den sich Personen setzen können - und einen Höllenblitz, eine Achterbahn in einer alte Goldmine mit explodierenden Wasserbomben und Nebelschwaden.

Aber klar, Flohzirkus, Toboggan, Krinoline, Riesenrad, Schichtl und Teufelsrad sind wie immer auf der Wiesn zu finden. Wen die Oktoberfestlust packt, der kann laut Weishäupl noch kommen. Denn Plätze findet man auf der Wiesn "entgegen den Gerüchten" immer und sogar Hotels sind noch zu kriegen. Zumindest unter der Woche. Die Wiesnchefin sagt's und lässt sich auf die Bierbank fallen - natürlich im offiziellen Oktoberfest-Design.

(sueddeutsche.de)