Lukrative Aufträge für den Wiederaufbau - darüber beraten rund 600 Unternehmensvertreter beider Länder.

 
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Deutsch-Irakische Wirtschaftskonferenz
Sperrgebiet Hauptbahnhofweiter
 

 

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat in München die zweite deutsch-irakische Wirtschaftskonferenz begonnen. Bei der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) organisierten Konferenz wollen rund 600 Unternehmensvertreter beider Länder Kontakte zum Wiederaufbau des Iraks knüpfen. Unter rund 200 irakischen Teilnehmern hatten auch die irakischen Minister für die Ressorts Landwirtschaft, Handel, Industrie und Elektrizität ihr Kommen angekündigt.

Stoiber: "Ölproduktion stabilisieren"

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber verwies bei der Konferenzeröffnung darauf, dass Deutschland noch vor 20 Jahren der wichtigste Handelspartner des Iraks gewesen sei. „Daran wollen wir wieder anknüpfen“, fügte der CSU-Chef hinzu. „Wenn es gelingt, die Ölproduktion des Iraks zu stabilisieren und weiter zu steigern, ist das Land wieder in der Lage, eine wirtschaftliche Vorreiterrolle in der Region zu übernehmen“, sagte Stoiber. Die deutsche Wirtschaft könne gerade im Bereich der Infrastruktur wichtige Aufbauhilfe leisten.

Stabile Verhältnisse im Irak seien die Voraussetzung für politische und ökonomische Stabilität im Nahen und Mittleren Ostens, fügte Stoiber hinzu. Deshalb müsse Deutschland das Land auch weiterhin mit Hilfsmaßnahmen insbesondere mit der Ausbildung von Polizeikräften und im Justizbereich unterstützen.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen

Die bis zum Mittwoch dauernde Konferenz in einem Hotel am Münchner Hauptbahnhof wird von einem Großaufgebot der Polizei bewacht. Die Wahl des Tagungslokals hatte im Vorfeld für erhebliche Kritik gesorgt, nachdem die Behörden die Totalsperre einer Hauptverkehrsstraße vor dem Bahnhof angekündigt hatten und dabei selbst den Verkehr der Straßenbahnen eingestellt wurde. Die erste deutsch-irakische Wirtschaftskonferenz hatte im April vergangenen Jahres in Berlin stattgefunden.

(sueddeutsche.de/AP)

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